YouTuber Keemstar postet Todesanzeige zum 1. April und erntet eine Welle von Kritik für seinen Aprilscherz.

Unsplash @Kyrie Kim

Shitstorm-Alarm: YouTuber Keemstar macht Todes-Aprilscherz

Der 42-jährige Drama-YouTuber prankte Fans zum 1. April mit einer Todesanzeige – in Zeiten von Fake News weniger lustig.
Dario Bojic

Der 1. April lädt seit einem halben Jahrtausend etwa zum Bespaßen ein. In bester Manier erweisen sich Aprilstreiche als universell lustig und harmlos, jedoch entschied sich Daniel M. "Keemstar" Keem für etwas Extremeres. Seine Idee war weder innovativ noch frisch, für einen Aprilstreich selten unlustig sowie ganz und gar nicht harmlos. Keemstar hatte auf allen seinen Kanälen eine Todesmeldung über sich selbst herausgegeben.

Die Reaktionen darauf hatte er sich wahrscheinlich ein wenig anders erwartet, denn eine Welle von Kritik sollte ihn sofort darauf erwischen.

Für dich ausgesucht

Sind Aprilscherze eine Sache der Vergangenheit?

Keemstar hatte, abgesehen von der seine Fans und jeden sonst zu trügen, bestimmt keine niederen Absichten mit seinem Aprilscherz. Nichtsdestotrotz störten sich einige Nutzer:innen an seiner Auffassung eines Scherzes. So schrieben einige sogar, dass sie sich aufgrund dieser Aktion über eine echte Todes-Annonce nicht wundern würden. Keemstar hat mit dem Scherz wirklich jeden guten Ton verfehlt, auch wenn er sich am nächsten Tag "von den Lebenden" zurückmeldete.

Für dich ausgesucht

Die Aktion des YouTubers ist offensichtlich völlig daneben und ein moralischer Griff ins Klo. Besonders in Zeiten von Desinformation und Fake News haben unechte Annoncen zum Ableben einer Person einen besonders bitteren Beigeschmack. Google etwa hat bis ins Jahr 2019 jährliche Aprilscherze gemacht, darunter etwa eine Version des Spiels "Snake" auf Google Maps. Doch die Welt der Nachrichten und Medien ist seit 2020 eben nicht mehr dieselbe: Aufgrund der COVID-19-Pandemie hatte Google beschlossen die Aprilscherze sein zu lassen, bis heute hält das Unternehmen sich daran.