APA - Austria Presse Agentur

Michael Mittermeier sieht Stand-Up-Comedy-Boom

Comedian Michael Mittermeier (57) sieht einen Boom der Stand-Up-Comedy in Deutschland. "Diese Szene hat sich über Jahre entwickelt - quasi unter Ausschluss der klassischen Öffentlichkeit. Das hat was damit zu tun, dass beispielsweise Netflix die Programme englischer oder amerikanischer Stand-Up-Komiker zeigt und dass viele junge Comedians sich in den sozialen Netzwerken - vor allem auf Tiktok - sehr gut präsentieren", sagte Mittermeier der Deutschen Presse-Agentur in München.

"Das hat dann eine Wechselwirkung. Die stellen Teile ihrer Programme ins Netz und bekommen dadurch auch live ein immer größeres Publikum." Gerade in der Pandemie hätten die Leute lachen wollen. "Ich hab die Leute abgeholt und ich war da, als sie auch Humor brauchten - und so haben das viele junge Comedians auch gemacht. Die haben einfach gemacht und sich dadurch in Städten wie Berlin und München auch live eine Klientel erspielt."

Während es die klassischen Bühnen, Oper und Theater, - nicht erst, aber besonders - seit der Corona-Pandemie schwer hätten, hätten junge Comedians ausverkaufte Tourneen, sagte Mittermeier. "Die haben sich das regelrecht erspielt auf kleinen Bühnen, auf Instagram, Tiktok oder - für die Älteren - auch Facebook. Das ist dann meine Welt."

Er sei inzwischen aber auch auf anderen Plattformen sehr aktiv und habe sich mit seinen Programmen 120 000 neue Instagram-Follower erarbeitet, sagte Mittermeier. "Ich nehme jeden Bühnen-Abend auf. Du zeigst einem Publikum eben, was Du gerade machst."

Künftig will er noch mehr mitmischen in der Szene. Im Herbst eröffnet er seinen "Lucky Punch Comedy Club" in München. "Die Stand-Up-Comedy hat gerade so einen großen Boom und die Münchner Szene hat sich auch so toll entwickelt. Ich will da gerne Teil davon sein und auch etwas weitergeben."

Für München habe er sich entschieden, weil es eben seine Heimat sei, sagte Mittermeier, der in Dorfen im Landkreis Erding geboren wurde. "Außerdem gibt es jetzt keinen Total-Unterschied zwischen den Szenen in Berlin und München."