Nastassja Kinski will Verbot ihrer "Tatort"-Nacktszenen

Kinski war beim Dreh damals erst 15 Jahre alt
Schauspielerin Nastassja Kinski will die Nacktszenen von ihr in der legendären "Tatort"-Folge "Reifezeugnis" aus dem Jahr 1977 verbieten lassen.

Die heute 63-jährige Deutsche beauftragte einen Rechtsanwalt damit, dies durchzusetzen, wie das Magazin "Der Spiegel" am Dienstag berichtete. Kinski spielte damals eine 17 Jahre alte Schülerin, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat - bei den Dreharbeiten war die in der Folge nackt zu sehende Kinski erst 15 Jahre alt.

Rechtswirksame Einwilligung als Minderjährige ausgeschlossen

Rechtsanwalt Christian Schertz sagte dem "Spiegel": "Nastassja Kinski war damals faktisch ohne Begleitung am Set, als die Szenen gedreht wurden - eine rechtswirksame Einwilligung als Minderjährige ist damit denklogisch ausgeschlossen gewesen." Unabhängig davon habe er im Namen von Kinski für die Zukunft eine Einwilligung widerrufen.

Kinski äußert sich auf Instagram 

"Es geht mir darum, dass ich 15 Jahre war, und man mit 15 in einem Film Schutz braucht, das hatte ich nicht, mein ganzes Leben fühlte ich, dass man diese Szene anders machen, hätte filmen sollen", schrieb die Schauspielerin auf Instagram. "Niemand war plötzlich da mich zu schützen, 25 Millionen Menschen sahen das, und die Bilder und diese wurden unzählige Male gezeigt."

"Reifezeugnis" zählt zu erfolgreichsten Folgen von "Tatort"

Mit gut 25 Millionen Zuschauer:innen bei der Erstausstrahlung 1977 zählt "Reifezeugnis" zu den erfolgreichsten Folgen der ARD-Krimireihe aller Zeiten. Die Folge wurde seitdem regelmäßig wiederholt und auch als DVD veröffentlicht.

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