Alles nur Image? Twenty4tim wehrt sich gegen Vorwürfe!

Twenty4tim blickt zur Seite und trägt einen schwarzen Anzug.
Der 23-jährige Influencer meint, in Australien seine Männlichkeit wiedergefunden zu haben, doch so einfach ist es nicht.

Der Influencer Twenty4Tim ist bekannt dafür, nicht unbedingt der maskulinste Mann im deutschen Reality-TV zu sein – da haben ihm maskuline Männlichkeitskanonen wie Aleks Petrovic einfach zu viel Vorsprung. Tim fällt eher durch seinen selbstbewussten Umgang mit seiner femininen Seite auf, manchmal eben auch mit Make-up oder mit Absätzen unter den Fersen. Seine Fans lieben seine selbstsichere Art und seinen Stil, bemerken jedoch, dass beide zuletzt wieder mehr in eine klassisch maskuline Richtung tendieren.

Der Star spricht in einem Interview darüber, wie er im australischen Dschungel "seine Männlichkeit wiedergefunden hat", und warum das alles andere als einfach vereinbar mit seinem bisherigen Auftreten ist.

Twenty4Tim: "Wollte nicht mehr so feminin auftreten"

"Ich habe in den letzten Wochen ein bisschen meine Individualität verloren. Weil ich auch nicht mehr so feminin auftreten wollte. Weil ich es geil fand, mal nicht kämpfen zu müssen, mal keinen Gegenwind zu bekommen. Aber ich habe mich gefragt: Mögen mich überhaupt die Leute oder feiern sie nur das Bild, was sie von mir haben? Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ich mich selber verliere und mich in eine Schiene drücken lasse. Immer wenn das passiert, drehe ich durch", erzählt der Dschungelcamp-Teilnehmer im "Deep & Deutlich"-Podcast.

Unterm Strich hat Tim nach einer Weile femininen Auftretens wieder die deutlichen Privilegien von "maskulinem" Auftreten in einer patriarchalen Gesellschaft erlebt. Personen, die sich außerhalb ihrer cis-Geschlechteridentität bewegen, stoßen nicht selten auf Widerstand. Auch die Echtheit seiner On-Off-Romanze mit Reality-Kollegin Kim Virginia wurde angesichts seines Auftretens angezweifelt, er stellt jedoch klar: "Nur, weil ich mal Make-up trage, heißt das nicht, dass ich nicht mit einer Frau schlafen kann.

Wenngleich er liebend gerne berühmt im Internet ist, lässt er seine Fans wissen, dass sowas auch an ihm nicht spurlos vorbeigeht. Er erzählt ganz privat: "Je länger ich Social Media mache, desto öfter kommen die Phasen, in denen ich nicht mehr kann. Wo ich schon so leichte Burn-out-Züge habe. Wo ich mich unter 100 Leute alleine fühle. Oft schiebe ich es auf mein Gewicht. Aber es ist eher ein Gefühl in mir drin, eine kleine Unzufriedenheit."

Influencer:innen bewegen sich in einer Medienwelt, die sich ständig wandelt. Jedes Jahr gibt es eine neue Plattform, TV-Show oder auch eigene Produkte zu vermarkten. Da verwundert es nicht, dass laut "Awin" mehr als drei Viertel aller Influencer:innen ein Burnout erleben.

Respekt für Heidi Klum

"Seitdem sie Instagram hat, hat sie ihre Kommentare deaktiviert. Ich glaube auch, dass ich das irgendwann mal machen werde", bewundert Tim die Model-Ikone. Influencer wie Tim erfahren ebenso Schwierigkeiten mit ihrem Körperbild und Selbstwertgefühl. Jede Äußerung online wirkt sich aus. Deshalb zollt er Heidi Klum größten Respekt und Bewunderung. Das Supermodel hat damit erfolgreich Maßnahmen ergriffen, um sich und ihre Nächsten zu schützen.

Ob sich Tim in Zukunft sowohl privat als Tim, als auch in seiner Rolle als Twenty4Tim wohlfühlen kann? Wir hoffen es für ihn!

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