APA - Austria Presse Agentur

"Verstehen Sie Spaß?" im Weihnachtslook

Funkelnde Deko, so weit das Auge reicht: Die neue Ausgabe von "Verstehen Sie Spaß?" (Samstag um 20.15 Uhr auf ORF 1) kommt ganz im Weihnachtslook daher. Ein Thema, das Moderatorin Barbara Schöneberger auch privat ein Vergnügen ist: "Es ist immer weihnachtlich geschmückt." Sie selbst habe dieses Jahr 15 Meter Girlande aus Tannenzweigen gebastelt. "Ich freue mich immer riesig, wenn ich mal einen Vormittag Zeit habe für sowas."

Keksbacken gehöre für sie genauso dazu wie am Heiligen Abend ein Gottesdienstbesuch mit der Familie, sagte die 49-Jährige. "Sonst ist es ja nur Fressen und Pakete aufreißen." Auch Singen sei Pflicht. "Vorher wird kein Geschenk ausgepackt." Sie liebe Klassiker wie "Last Christmas" von Wham! oder Lieder von Frank Sinatra. "Zur Not auch Michael Bublé", sagte Schöneberger. Bei ihr zu Hause laufe aber vor allem englische Weihnachtsmusik, gesungen von einem großen Chor.

Mit ihren Gästen wie "Höhle der Löwen"-Investorin Judith Williams, Schauspielerin Jutta Speidel sowie den Sängern Florian Silbereisen und Thomas Anders bringt Schöneberger am Samstag eine eigene Interpretation von "All I want for Christmas" auf die Bühne. Es rieseln künstliche Schneeflocken von der Decke. Aufgezeichnet wurde die Show vom Südwestrundfunk (SWR) schon im Herbst in Berlin.

Danach geht es ans Eingemachte: Anders führt seinen Kollegen Silbereisen beim Videodreh hinters Licht. Williams' Geduld wird bei einer Tennisstunde mit Mikhail "Mischa" Zverev auf die Probe gestellt. Und die von Speidel beim Dinner mit einem angeblichen Spender für ihren wohltätigen Verein Horizont. Serviert wird ausgerechnet Kugelfisch - eine japanische Delikatesse, die falsch zubereitet tödlich ist. Doch auch darüber hinaus verläuft das Essen anders als erwartet. "Vor diesem Film fürchte ich mich", sagt Speidel in der Show. Sie habe sich zum Clown der Nation gemacht. Und während die Ehrlich Brothers das Publikum verzaubern, erschreckt die österreichische Sängerin Melissa Naschenweng als aufwachende Leiche.

Auch Schöneberger selbst schlüpft wieder in die Rolle des Lockvogels und führt nichts ahnende Menschen bei einer fingierten Weinprobe hinters Licht. Für die Rolle habe sie am Vorabend mit der echten Sommelière Paula Bosch telefoniert, was man so typischerweise sage, berichtete die Moderatorin. "In der Regel werde ich auch durch Stöpsel im Ohr gelenkt. Aber eigentlich ist es am tollsten, wenn ich mich in Rage spielen kann und nicht so viel gesagt kriege." Dann könne sie sich in der Rolle richtig freispielen.

Frauen könne sie meist besser überzeugen, teils abstruse Dinge zu tun, so Schöneberger. "Ich kann extrem gut mit Frauen. Und Frauen sind da offener." Andere säßen eher wie ein Betonblock da. "Dann brechen wir auch mal ab." Grundsätzlich seien die Settings sensibel gewählt und aufgebaut. Wichtig sei immer, eine gewisse Form der Abhängigkeit zu schaffen. "Die Leute können in der Situation zwar glauben, dass das seltsam ist - aber sie müssen denken, der andere weiß es ja besser." So riecht der eine Gast an einer Schuhsohle, ein anderer leckt an einem Stück Teer. Wieder andere blubbern mit einem Strohhalm im Wein.

Super finde sie auch das Casting der Lockvögel. In der aktuellen Folge wird ein Mann live zum Opfer der versteckten Kamera - ihm zur Seite gestellt werden vermeintliche Ganoven, um die Anspannung zu erhöhen. Es geht um eine Autoüberführung und einen Polizeieinsatz - mehr sei hier nicht verraten. Aufgelöst wird das Ganze im Studio. "Sowas liebe ich besonders", sagte Schöneberger. Bei solchen Aktionen gebe es viele Situationen, in denen etwas anders läuft als geplant.

Überhaupt sei bei "Verstehen Sie Spaß?" viel in Bewegung, erklärte sie. Immer wieder müssten Drehs gecancelt werden, weil der potenziell Verladene womöglich etwas ahnt. Da stört es aus Schönebergers Sicht, dass viele Managements immer vorher alles wissen wollten, damit ihr Promi möglichst gut dastehe. Dabei gehe es nie um etwas Schlimmes. Die harmlosen Scherze seien ihrer Meinung nach oft die komischsten, sagte Schöneberger. "Wir wollen ja nicht, dass jemand ausrastet."