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Brustkrebs-Vorsorge: 5 Fehler, die du beim Brustabtasten machst 🎗️

Brust abtasten: Die meisten machen ohne Anleitung viele Fehler. Wir haben die gängigsten ausfindig gemacht.

Egal welche Form oder Größe deine Brüste haben oder ob du genetisch vorbelastet bist: Brustkrebs kann jede betreffen. Aus diesem Grund ist die Vorsorgeuntersuchung bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen unerlässlich. Aber auch die Selbstbeobachtung ist wichtig.

Die meisten Tumore sind schon recht groß, wenn sie selbst ertastet werden. Deshalb ist es umso wichtiger, regelmäßig zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin zu gehen. Es ist aber auch kein Grund, die Brust nicht doch regelmäßig selbst abzutasten – empfohlen wird einmal pro Monat. 

Wer eine Auffälligkeit bemerkt, sollte aber nicht gleich in Panik verfallen. Je nach Zyklusphase fühlt sich das Gewebe härter an und auch kleine, harmlose Zysten können ertastet werden. Der richtige Zeitpunkt der Selbstuntersuchung ist deshalb wichtig. Wir haben einige Fehler, die beim Brustabtasten auftreten können, ausfindig gemacht.

 

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Fehler Nr. 1: Du tastest deine Brust zum falschen Zeitpunkt ab

Wie schon erwähnt, können Verhärtungen zu bestimmten Zyklusphasen irritieren. Das Brustgewebe ist kurz nach der Periode besonders weich. Das ist der beste Zeitpunkt, um die Brust genau abzutasten. 

Fehler Nr. 2: Du beobachtest deine Brust nicht

Zur regelmäßigen Selbstkontrolle gehört nicht nur das Abtasten der Brust, sondern auch die Selbstbeobachtung. Betrachte dich genau im Spiegel und achte auf Veränderungen der Brustwarze oder der Haut. Zieht sich die Brustwarze ein oder ist die Haut gerötet, entzündet, hat Dellen oder Grübchen, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Schmerzen im Brustbereich solltest du natürlich ebenfalls ernst nehmen. Achte auch auf Unterschiede in Größe und Form.

Laut "Netdoktor" solltest du deine Brüste von vorne und von der Seite betrachten. Heb dabei deine Arme und lass sie dann wieder herabhängen. Du solltest auch deinen Oberkörper etwas nach vorne beugen, um Veränderungen zu erkennen. 

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Fehler Nr. 3: Du tastest deine Brust nur im Stehen ab

Schwellungen und Knötchen können am Besten durch das Abtasten entdeckt werden. Achte darauf, ob das Gewebe knotiger als sonst ist oder ob ein Knoten oder eine schmerzhafte Stelle zu entdecken ist. 

Am besten den einen Arm hochheben, um mit der anderen Hand die Brust auf dieser Seite abzutasten. Untersuche die Brust mit der flachen Hand, aber auch mit den Fingern – bewege sie über die Haut, als würdest du Klavierspielen. Vergiss die äußeren Ränder, die Achselhöhle und das Gewebe nahe am Schlüsselbein nicht. Arbeite dich hin bis zur Brustwarze, die du dann vorsichtig zusammendrückst. Sondert sie Flüssigkeit ab, kann das als Auffälligkeit gedeutet werden. 

Das gesamte Brustabtasten sollte auch im Liegen nochmal wiederholt werden. Dazu kannst du auch ein kleines Kissen unter die Schulter legen, auf deren Seite du die Brust abtasten willst. Im Liegen hat die Brust eine andere Form und kann zum Teil etwas flacher sein. Ziehe mit der Hand deine Bahnen über die gesamte Brust und lass keinen Fleck aus.

Hast du Auffälligkeiten bemerkt? Dann solltest du deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen kontaktieren. 

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Fehler Nr. 4: Du fragst deine/n GynäkologIn nicht um Anleitung

Es gibt zwar unzählige Anleitungen im Netz, aber du solltest dir zumindest einmal das Brustabtasten von deinem Gynäkologen oder Gynäkologin vor Ort zeigen lassen, um auch wirklich alle Fehler auszuschließen. 

Vergiss nicht, dir regelmäßig Vorsorgeuntersuchungstermine auszumachen.

Fehler Nr. 5: Du vergisst nach dem Oktober auf das Brustabtasten

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Österreich erkranken jährlich mehr als 5.000 Frauen. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Der Oktober wurde zum Brustkrebsmonat erklärt und soll jedes Jahr auf die Situation von Erkrankten aufmerksam machen und Frauen zur Prävention motivieren. 

Vergiss nicht, auch das restliche Jahr auf deine Brustgesundheit zu achten und deine Termine beim Gynäkologen oder der Gynäkologin einzuhalten.