Cobwebbing Dating-Trend

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Dating-Trend "Cobwebbing": Weg mit den emotionalen Spinnweben!

Du trauerst immer noch um deine Ex-Beziehung und kannst dich nicht für eine neue Liebe öffnen? Damit ist jetzt Schluss!

Hängst du immer noch an dem alten WhatsApp-Chat deines/deiner Ex-Freundes/-Freundin oder siehst immer noch euren alten Fotos an, während du verheult mit einer Packung Ben & Jerry's im Bett liegst? Potenzielle Dates wischt du gleich nach links und sogar deine FreundInnen können dich nicht überreden, dich auf Flirtversuche einzulassen?

Dann wird es endlich Zeit, damit aufzuhören! Dabei kann dir vor allem der Dating-Trend "Cobwebbing" helfen. 

Für dich ausgesucht

"Cobwebbing": Zeit für eine neue Liebe 

Das Prinzip dieses Dating-Trends ist ganz einfach: Alles Alte muss weg! Das Wort "Cobweb" heißt auf Deutsch "Spinnennetz", und genau in so einem bist du gefangen, wenn du permanent die alten Erinnerungen deiner Ex-Beziehung Revue passieren lässt und dich immer wieder selbst verletzt! 

Beim "Cobwebbing" werden die alten Spinnweben "weggewischt" – das heißt also weg mit den Chats, Fotos, Kuscheltieren, Shirts und Co. Es geht darum, alte (schmerzhafte) Erinnerungen los- und eine neue Liebe zuzulassen!

Die Sex- und Beziehungsexpertin Caroline West erklärte gegenüber "Metro": "Das Festhalten an vergangenen Beziehungen – seien es Telefonnummern, Nachrichten oder sogar ein altes T-Shirt – kann dich bei der PartnerInnensuche zurückhalten, da du dich geistig nicht auf die Gegenwart konzentrierst." Wer sein Umfeld von der Vergangenheit "befreit", kann sich laut der Expertin "gestärkt, selbstbewusst und offen dafür fühlen, jemand Neues kennenzulernen."

Auch die Sexologin und Therapeutin Ness Cooper sieht in "Cobwebbing" einen positiven Aspekt: "Eine vergangene Beziehung hinter sich zu lassen, kann den Entwicklungsprozess einer aktuellen oder potenziellen Partnerschaft unterstützen – und dabei helfen, eine bessere Bindung zu deinem/deiner aktuellen oder zukünftigen PartnerIn aufzubauen."

Wer also immer noch die alten Spinnweben seiner Ex-Beziehung am Herzen trägt, sollte sich nun davon lösen! Doch auch dies ist nicht immer einfach: "Frühere Beziehungen können uns verfolgen und manchmal Gefühle und sogar Objekte hinterlassen, die uns den Übergang zu neuen Partnerschaften erschweren", sagte Cooper weiter. 

Es ist okay, wenn man sich länger Zeit lässt, um eine Beziehung zu verarbeiten. So etwas ist unglaublich wichtig, doch man sollte nicht endlos an Erinnerungen (oder Gegenständen) hängen, die uns emotional herunterziehen. Menschen, die ein Trauma in ihrer Ex-Partnerschaft erlebt haben, können besonders unter dem "Cobwebbing" leiden – aber auch profitieren! Die Sexologin betont, dass man nach sehr schweren Trennungen (mit Traumata) eine Therapie in Anspruch nehmen sollte. 

Für dich ausgesucht

Es ist okay, loszulassen 

Trennungen können unglaublich wehtun – und das für eine sehr lange Zeit. Doch sich ewig an Erinnerungen oder Zukunftsvorstellungen zu klammern, die niemals in Erfüllung gehen werden, sorgt eher für Schmerzen, als ein würdiger emotionaler Abschluss. Oft hängen wir an einem "Was wäre, wenn..", das uns im Grunde niemand beantworten kann – auch nicht unsere Ex-PartnerInnen. 

Deshalb bereite dich langsam auf deinen emotionalen Rundumputz vor, schwelge ein letztes Mal in Erinnerungen, heule deine Traurigkeit raus und trenne dich (erneut) von deinem/deiner Ex. Das Wichtigste dabei: Hör auf, dich selbst zu sabotieren!

Es gibt so viele unglaublich tolle Menschen da draußen, die sich freuen würden, dich kennenzulernen und vor allem lieben zu dürfen. Vielleicht war die Beziehung mit deinem/deiner Ex sehr schön, doch das bedeutet nicht, dass es eine andere Person nicht genauso gut machen kann.

Gönn deinem Herzen ein aufgeräumtes Makeover, damit bald ein zweites wieder einziehen darf. 

Wenn du eine Therapie in Anspruch nehmen willst:

Unkompliziert zur telefonischen Erstberatung: Außerdem gibt es eine psychotherapeutische Erstberatungs- und Info-Hotline. Sie ist ein kostenfreies, vertrauliches, professionelles und anonymes Angebot.

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Die ÖH hat eine Kampagne für mentale Gesundheit von Studierenden gestartet. Mehr zu #talkaboutit findet ihr hier