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"Edging": Mit Orgasmuskontrolle zum Super-Höhepunkt?

Viele von uns jagen beim Sex dem perfekten "Oh" hinterher. Liegt das Geheimnis vielleicht im "Edging"?

Stell dir vor, du liegst im Bett mit deinem Schatz, der dich gerade richtig verwöhnt. Du stehst kurz vor deinem Höhepunkt – doch genau dann bricht er oder sie die Stimulation ab. Was anfangs ärgerlich klingt, könnte jedoch zu deinem Super-Orgasmus führen!

Bei der Sex-Technik "Edging" kommt alles auf die Kontrolle an – denn die soll zu einem Feuerwerk der Gefühle führen.

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Wie funktioniert "Edging"?

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt, dass man "bis zum Äußersten" geht. Das kann man auch im Bett anwenden, indem man kurz vor dem Orgasmus die Stimulation abrupt abbricht. Nach einer kurzen Ruhephase machst du (oder dein/e ParnterIn) wieder weiter – und zögerst damit deinen Höhepunkt so lange hinaus, bis du das "Oh" deines Lebens spürst.

Laut der US-amerikanischen Gesundheitsplattform "Healthline" kommt es bei der Sex-Technik vor allem darauf an, sich auf seinen Körper zu konzentrieren und genau abzuwägen, wann man mit der Stimulation aufhören soll, damit man nicht kommt.

Wer den Dreh raus hat, kann "Edging" so oft wie möglich praktizieren – bis zu dem Punkt, an dem man den Orgasmus nicht mehr aufhalten kann. Genau dieser Höhepunkt soll dann unglaublich befriedigend und intensiv sein. "Edging" kann man entweder bei der Masturbation oder beim Geschlechtsverkehr (mit oder ohne Sextoys) anwenden. 

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Darauf solltest du beim "Edging" achten

Falls du die Sex-Technik ausprobieren möchtest, dann empfiehlt es sich, "Edging" zuerst allein bei der Masturbation zu testen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann man kurz vor einem Höhepunkt ist – so kannst du herausfinden, wann der perfekte Zeitpunkt ist, um die Stimulation rechtzeitig abzubrechen.

Wenn man mit seinem/seiner Liebsten "Edging" ausprobieren möchte, dann ist vor allem Konsens wichtig. Sag ihm/ihr, dass du deinen oder den Orgasmus deines Schatzes gerne hinauszögern möchtest, um mögliche Missverständnisse zu verhindern. Egal ob bei der Orgasmuskontrolle oder generell beim Geschlechtsverkehr – das Einverständnis aller beteiligten Personen sollte immer gegeben sein. 

Während der Sex-Praktik ist es ebenfalls wichtig, seinem/seiner PartnerIn offen zu kommunizieren und mitzuteilen, wann man kurz vor dem Höhepunkt steht – nur so kann die Stimulation rechtzeitig abgebrochen oder das "Edging" beendet werden. 

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Drei Vorteile von "Edging"

Laut "Healthline" sollen vor allem Frauen von der Sex-Technik profitieren: 

  • Frauen kommen schneller zum Orgasmus: Eine Studie der Universität von Sao Paulo ergab, dass Teilnehmerinnen, die masturbieren, beim Sex eher den Höhepunkt Sex erreichten. Wer also seinen Körper kennenlernt, befriedigt und dadurch versteht, wie man selbst tickt, kann davon profitieren. "Edging" kann bei dieser Art der Kontrolle äußerst behilflich sein. 
  • "Edging" steigert das Selbstbewusstsein: Wer seinen Körper kennt, fühlt sich auch selbstbewusster. Das kann vor allem für die Gesundheit wichtig sein. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2006 zeigte, dass sich drei Viertel der 2.000 befragten Frauen schämten, mit ihren ÄrztInnen über sexuelle Funktionsstörungen zu sprechen. Die Sex-Technik kann dazu beitragen, dass man ein besseres Körpergefühl bekommt und dadurch auch das Selbstbewusstsein steigert. 

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  • Mehr Stimulationsmethoden für mehr Spaß: 2018 ermittelten US-amerikanische ForscherInnen, dass von 1.000 befragten Frauen nur knapp 37 Prozent durch klitorale Stimulation zum Orgasmus kommen können. Durch Penetration konnten nur 18 Prozent einen Höhepunkt erreichen! "Edging" trägt dazu bei, neue Stimulationsmethoden auszuprobieren und dadurch bessere Orgasmen zu erreichen.