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Was zur Hölle ist das "Golden Penis"-Syndrom?

Das "Golden Penis"-Syndrom beschreibt ein Dating-Phänomen aus den USA, das vor allem heterosexuelle Männer betrifft.

Hast du schon einmal von dem "Golden Penis"-Syndrom gehört? Der Autor Jon Birger hat laut "Daily Mail" das Dating-Phänomen genauer unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich um den Trend, dass Männer ein großes Ego entwickeln, wenn sich mehrere Frauen für sie interessieren. 

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Schlechte Dating-Manieren wegen "Nachschub an Frauen"?

Das Phänomen wurde vor allem an US-amerikanischen Colleges beobachtet. Der Begriff bezieht sich auf heterosexuelle Männer auf einem überwiegend von Frauen besuchten Campus. Laut einer Studie sind fast 60 Prozent der College-Studierenden in den USA Frauen.

Einige Studien zeigten, dass Frauen mit College-Abschluss eher mit ähnlich gebildeten PartnerInnen ausgehen. Männer mit College-Abschluss sind deshalb "sehr begehrt". Diese Tatsache ermöglicht manchen Männern, arrogant zu werden und zu glauben, dass ihnen immer ein ständiger "Nachschub an Frauen" zur Verfügung stehen wird.

Der "fehlende Wettbewerb" auf dem Dating-Markt führte laut Birger dazu, dass Männer mit Fremdgehen oder Ghosting eher davonkommen, weil sie sich sicher sind, dass es immer andere Interessentinnen geben wird, die sie daten werden. 

Birger ist der Meinung, dass viele Männer zwischen 20 und 40 Jahren das "Golden Penis"-Syndrom entwickelt haben, weil sie bei Frauen mit Hochschulbildung so gefragt sind.

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Birger ist Autor des 2018 erschienenen Buches "Date-onomics: How Dating Became a Lopsided Game", in dem er erklärt, wie Männer in diesen Situationen die Oberhand gewinnen.

"Das Geschlechterverhältnis unter heterosexuellen Singles mit College-Abschluss in Manhattan liegt bei etwa drei Frauen auf zwei Männer. Ich habe viele Männer interviewt, die dieses Ungleichgewicht weiterhin ausnutzen", so Birger gegenüber "Daily Mail".

Männer überschätzen sich selbst

"Wenn Männer unterversorgt sind, wird die Dating-Kultur weniger monogam – Männer behandeln Frauen eher als Sexobjekte und betrachten Beziehungen als Wegwerfartikel", erklärte der Buchautor weiter.

Dieselben Männer verfügen möglicherweise auch über geringe soziale und sexuelle Fähigkeiten, weil sie nicht das Gefühl haben, sich verbessern zu müssen, um Verabredungen zu bekommen oder Frauen zu beeindrucken.

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"Es ist nicht nur wahrscheinlicher, dass Männer mit dem 'Golden Penis'-Syndrom ihre Verabredungen schlecht behandeln, sondern auch, dass sie sich weniger um ihr Äußeres bemühen", sagte Birger weiter. 

Das "Golden Penis"-Syndrom kann laut der Beziehungstherapeutin Charisse Cooke dazu führen, dass Männer zu "Selbstverliebtheit" neigen und sich dem anderen Geschlecht überlegen fühlen.

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"Frauen können von diesen Männern verblüfft, aber auch fasziniert sein und sich von der Selbstsicherheit und dem scheinbaren Versprechen des Mannes verführen lassen", erklärte Cooke. 

"Die Frauen sind jedoch enttäuscht und wütend, wenn sie nach flüchtigen, nicht vorhandenen Verabredungen und/oder unzureichenden sexuellen Leistungen abgewiesen werden."