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Sexpositiv: Das steckt hinter der Bedeutung des Begriffs!

Was bedeutet sexpositiv? Wir verraten euch, was hinter dem Begriff steckt und wie er sich entwickelt hat.

Habt ihr schon einmal von dem Begriff sexpositiv gehört? Wenn ihr dann Menschen im Kopf habt, die mit jeder/m Sex haben, der/die bis drei nicht auf dem Baum ist, dann habt ihr euch aber gewaltig getäuscht. 

Denn bei dem Begriff sexpositiv geht es mehr um eine Einstellung zur Sexualität als das wirkliche Ausleben davon. Auch Regeln spielen hierbei eine bedeutende Rolle. Wir klären auf. 

Wichtig: Wie bei allen sexuellen Handlungen ist vor allem Konsens wichtig! Nur mit Einverständnis aller PartnerInnen kann der Geschlechtsverkehr auch wirklich Spaß machen!

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Sexpositiv: Was bedeutet das? 

Man sollte meinen, dass sexpositv ein neumodischer Begriff der Millennials und/oder der Gen Z wäre, doch dem ist nicht so. Tatsächlich gibt es das Konzept schon seit den 1970er-/1980er-Jahren und hat sich während der damaligen feministischen Bewegung entwickelt, wie das "Missy Magazin" mitteilt.

Der ganzheitliche Feminismus strebt gleiche Rechte für jede Frau an, ungeachtet dessen, ob sie afro-amerikanisch, trans, homo- oder bisexuell, ein sonstiges Mitglied der LGBTQIA-Gemeinde ist oder mit einer Behinderung lebt. Genau hier, setzt der Begriff sexpositiv an. 

Mimi Erhardt klärt in ihrer Kolumne bei "GQ" auf, was es mit dem Begriff auf sich hat: "Sexpositiv bedeutet nicht, es überall und mit jedem zu treiben (so eine nicht selten geäußerte Vermutung). Sondern darum, seine und die Sexualität anderer wertfrei anzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen, weder sich noch andere für das zu verurteilen, was erregt oder wie man seine eigene Persönlichkeit und den eigenen Körper empfindet. Und es bedeutet, Grenzen anderer zu respektieren, Sex zu zelebrieren – ausschließlich in beiderseitigem Einvernehmen."

Das klingt doch nach einer idealen Welt, oder? Jede/r sollte sich immer so fühlen. Da das aber nicht immer und für jede/n gilt, gibt es sogenannte sexpositive Partys. 

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Was sind sexpositive Partys? 

Sexpositive Partys sind keine Sex-Partys, sondern ein Event, auf dem sich jeder und jede – ungeachtet ihrer/seiner Sexualität, seines/ihres Aussehens oder Verhaltens – willkommen und wohlfühlen kann. Das bedeutet, man kann als Gast oder Gästin auf einer solchen Party auftauchen, wie man möchte. 

Das heißt zwar nicht, dass auf diesen Partys kein Sex stattfindet, doch er steht nicht im Fokus des Events. Außerdem geht es auch darum, WIE und nicht OB hier Menschen miteinander Geschlechtsverkehr haben.

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Eberhardt beschreibt es so: "Im geschützten Umfeld des Clubs dürfen die Gäste dann durchaus Sex haben, mit sich selbst oder mit anderen. Sofern sie darauf Lust haben. Wenn nicht, ist auch das kein Problem." Laut Eberhardt sei erlaubt, was Spaß macht: "Tanzen, rumknutschen, stolz seinen Körper oder sein Outfit präsentieren, die Atmosphäre genießen, anderen zuschauen". 

Das wichtigste sind zwei Regeln: "Alles kann. Nichts muss." und "Wer ohne zu fragen anfasst, fliegt."