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Lust und Schmerz: Warum finden wir Spanking so heiß?

Der Genuss von Lust und Schmerz liegt im Bett bei einigen Personen nah beieinander. Spanking kann dabei überaus behilflich sein.

Seit der weltweit erfolgreichen Erotik-Trilogie "50 Shades of Grey" ist wohl auch im letzten Schlafzimmer die Erkenntnis angekommen, dass manche Menschen beim Sex auch Schmerzen genießen. Der Gedanke, es beim Liebesspiel es ein bisschen "härter" anzugehen und mit Dominanz und Unterwerfung zu spielen, bringt so manche/n von uns in Schwitzen. 

Eine bestimmte Sexualpraktik, die auch bei AnfängerInnen auf positive Reaktionen stoßen könnte, nennt sich "Spanking". Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet "versohlen". Beim Spanking hat man es gerne, wenn man einen oder mehrere Schläge auf den Po bekommt oder seine/n PartnerIn versohlt. 

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So funktioniert Spanking 

Wie "Jolie" berichtet, kommt der Begriff vor allem aus der BDSM-Szene und wird als Mittel zur "Bestrafung" des/der Partners/PartnerIn verwendet. Dabei schlägt man entweder mit der flachen Hand oder einem Hilfsmittel (Gerte, Peitsche) auf den Po des/der Liebsten. Während der Sexualpraktik entsteht ein Machtgefälle zwischen den PartnerInnen. Der devote oder passive Part wird gezüchtigt und der aktive Part "bestraft" seine/n PartnerIn.

Spanking kann entweder beim Vorspiel oder beim Akt eingesetzt werden. Die passive Person kann sich also über den Schoß des/der PartnerIn legen, um gespankt zu werden, oder kann beim Sex während der Reiter- oder Hündchenstellung "gezüchtigt" werden. 

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Darauf solltest du beim Spanking achten 

Durch die Schläge auf den Po wird die Haut gereizt, die Durchblutung angeregt und in den meisten Fällen die Lust gesteigert. Wie sehr man die Sexualpraktik genießt, hängt jedoch davon ab, wie schmerzempfindlich man ist. 

Gleich vorweg: Ohne Konsens geht hier gar nichts! Das bedeutet, dass beide PartnerInnen laut und deutlich kommunizieren müssen, dass sie diese Sexualpraktik durchführen möchten. 

    Hier haben wir noch einige Tipps, die dein Spanking-Erlebnis unvergesslich machen: 

    • Macht euch ein Safeword aus: Neben Konsens ist es auch unglaublich wichtig, ein Safeword auszumachen. Spricht der/die passive oder auch aktive PartnerIn das Wort aus, muss die Sexualpraktik sofort beendet werden. So sorgt ihr dafür, dass sich alle Parteien wohlfühlen und respektiert werden. 
    • Kommuniziere deine Schmerzgrenze: Jeder Mensch toleriert Schmerz unterschiedlich. Macht euch also im Vorhinein aus, ob ihr eher sanft gspankt werden möchtet oder euch auch etwas härtere Schläge mehr Spaß machen. Dies ist besonders wichtig, wenn ihr den devoten Part einnehmt. 

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    • Wo wird gespankt: Kommuniziere mit deinem/deiner PartnerIn, wo du geschlagen werden möchtest, oder wo du deine/n Liebsten spanken sollst. Besprecht, welche Körperregionen tabu sind und wo ihr die liebevollen Schläge besonders gerne spüren möchtet. 
    • Wie wird gespankt: Beim Spanking ist es ebenfalls wichtig zu besprechen, ob man mit der bloßen Hand zuschlägt oder Hilfsmittel verwendet. In Sexshops könnt ihr euch eine Peitsche, Gerte oder ein Paddle kaufen. Auch alltägliche Gegenstände wie Gürtel oder Kochlöffel können beim Spanking eingesetzt werden. Doch vergiss nicht: Mit der Hand kannst du oder dein/e PartnerIn den Aufprall und den Schmerzfaktor besser abschätzen. Greife also erst zu Sextoys, wenn du mit dem Spanking schon etwas vertraut bist.