Winterpenis: Wenn das beste Stück bei kalten Temperaturen schrumpft

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Rätselhaftes Phänomen: Was ist ein "Winterpenis"?

Der Winterpenis beschreibt ein Phänomen, dass bei Männern in unterschiedlichem Ausmaß zur kalten Jahreszeit auftritt.

Wenn klirrende Kälte in der Luft liegt, frieren nicht nur Hände, Füße und Ohren. Auch das männliche Geschlechtsorgan bekommt die sinkenden Temperaturen zu spüren. An der Stelle taucht das Phänomen des sogenannten "Winterpenis" oder "Kältepenis" auf. Wir erklären, was es damit auf sich hat!

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Was ist ein "Winterpenis"?

Niedrige Temperaturen führen dazu, dass der Penis bei Männern schrumpft. Zwar in unterschiedlichem Ausmaß, aber Länge sowie Umfang verkürzen beziehungsweise verkleinern sich. Urologe und Sexualmediziner Dr. Axel-Jürg Potempa erklärt gegenüber "Bild der Frau", warum das Glied bei Eiseskälte minimal kleiner wird: "Der Körper will in der Folge seine Oberfläche reduzieren, er zentralisiert alles, Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet. Die Gefäße ziehen sich also zusammen, Gewebsflüssigkeit wird abgesogen und in die Venen aufgenommen, also verstärkt aus dem Penis abtransportiert. Dadurch wird das umgebende Gewebe schlaffer, die Oberfläche wird verkleinert." 

Dies geschieht, da der Penis für den Körper kein überlebenswichtiges Organ darstellt. Das Phänomen taucht im Übrigen insbesondere morgens und abends auf und betrifft vermehrt jüngere Männer, da bei ihnen die Elastizität des Gewebes und der Gefäße noch größer ist als bei Männern im höheren Alter. 

Die Folgen eines "Kältepenis"

Das Phänomen bringt nicht nur optische Veränderungen mit sich, auch die Funktionalität des Geschlechtsorgans kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie das Magazin "Focus" berichtet, erklärt die britische Sex- und Beziehungsexpertin Annabelle Knight, dass es bei Kälte zum einen schwieriger sein kann, einen erigierten Penis zu bekommen und zum anderen länger dauern kann, um zum Orgasmus zu gelangen. 

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Libidoschwankungen und Funktionalitätsprobleme

Zwar betont Urologe Dr. Axel-Jürg Potempa, dass ein Winterpenis grundsätzlich kein Grund zur Beunruhigung sei, er erwähnt aber auch, dass die Libido abnehmen könnte, da aufgrund der Genitalveränderung ein Abfall der Testosteron-Konzentration möglich ist. Nicht zu vergessen, dass sich Libidoverlust sowie das zeitweise Schrumpfen des Penis negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken und in Folge dessen zu einer psychischen Belastung führen können. 

Entwarnung in Sicht

Wer sich beim Liebesspiel eng an den/die Partner/in kuschelt und die Heizung ein wenig aufdreht, bei dem sollte es in Sachen Sexualität keine Probleme während der Wintermonate geben. Und spätestens ab Frühling werden alle Körperteile wieder schön gleichmäßig durchblutet.