#sextech – Wie sieht unser Sexleben in der Zukunft aus?

Ganzkörperanzüge, humanoide Sexroboter oder VR-Pornos – Sextech ist auf dem Vormarsch. Was wird das mit unserem Liebes- und Sexleben machen?

“Der Einfluss von Technologie auf unsere Beziehungen und Intimität ist bereits spürbar. Unsere iPhones und Bildschirme sind bereits im Schlafzimmer.“

 

Bryony Cole vom Podcast "Future of Sex"

Kommende Technologien könnten unser Sexleben grundlegend revolutionieren und so auch die Definition von dem, was wir ganz klassisch als Beziehung oder Partnerschaft ansehen von Grund auf verändern.

Filme wie ”Her“ von Spike Jonce greifen das Thema von der Liebe zwischen Mensch und Maschine auf.

Dabei geht es nicht nur um den sexuellen Umgang mit Maschinen, sondern auch darum, was das für das Verhältnis unter Menschen bedeuten kann.

Diese Zukunft liegt auch nicht in weiter Ferne, nein, wir sind schon mittendrin.

Künstliche Intelligenz, Roboter aber auch VR und AR sind stetig auf dem Vormarsch und befinden sich in einer exponentiellen Entwicklungsphase.

Der Markt für Sexspielzeuge scheint größer und bunter als je zuvor.

Und so finden auch immer mehr neue Technologien Einzug in den Sextech-Markt.

 

Marc Weber

Future is now – Sextech und die Gegenwart

Neben Online-Dating-Apps wie Tinder werden auch immer mehr neuartige Sexspielzeuge Einzug in unser Liebesleben finden.

Das beginnt bei individuellen und elektronischen Sexspielzeugen für Männer und Frauen, welche auch digital über Apps steuerbar sind, bis hin zur VR Pornos, menschenähnlichen Sexpuppen, und auch virtuelle Welten mit Hologrammen, in denen von Kinodates bis zur Swingerparty alles möglich scheint.

Taktiler Cybersex ist ein großes Thema für Paare, die sich aufgrund der räumlichen Entfernung nicht so oft sehen können.

Hier können Berührungen und das Lustempfinden per elektronischem Sexspielzeug übers Internet übertragen werden.

Die gesellschaftliche Sicht auf Sex ist auch nicht mehr nur rein männlich geprägt, wie es lange Zeit in der Mehrzahl der Pornos der Fall war.

“Female Empowerment” ist hier das Stichwort.

Es gibt immer mehr weibliche Gründerinnen in der Sextech-Branche.

Dadurch kommen, neben den Sexpuppen mit Riesenbrüsten oder Billigprodukten, auch immer mehr Produkte auf den Markt, die für den weiblichen Genuss und die sexuelle Gesundheit entwickelt werden.

Marc Weber

Future of Sex – Die Zukunft mit Sextech

Die Entwicklung von Ganzkörperanzügen, die Berührungen an jeder Körperstelle übertragen können, als auch die Weiterentwicklung von Teledildonics, ferngesteuerten Sextoys, die beispielsweise vom Partner kontrolliert werden, schreitet immer mehr voran.

Mit dem “Virtual Reality Sex Suit” schafft es das japanische Unternehmen Tenga heute schon, virtuelle Sex-Träume wahr werden zu lassen.

Sowohl der Fortschritt in der KI-Forschung, als auch in der Robotersensorik werden Einzug in das Feld der Sextech-Innovationen finden.

So könnten Sexroboter wohl in Zukunft, nach dem persönlichen Gusto der KundInnen, für uns alle im Handel verfügbar sein.

Diese Roboter sind in ihrem Aussehen ganz bewusst nicht perfekt gestaltet.

Forscher haben herausgefunden, dass Menschen eine Abneigung gegenüber humanoiden Robotern entwickeln, wenn diese zu makellos aussehen.

Doch besonders auf dem Feld frei beweglicher Roboter wird es noch einige Zeit dauern, bis diese zum Einsatz kommen, da es sich, hier um ein sehr kompliziertes Unterfangen handelt.

Zudem liegen große Möglichkeiten in den Gebieten der Sexualaufklärung und -Therapie. 

Besonders in dem Feld könnten Virtual Reality und moderne Anschauungsformen ein sinnvolles Mittel sein.

Ob irgendwann Elektroden in unseren Köpfen unser Lustempfinden steuern, oder es Pillen für den perfekten Orgasmus geben wird ist schwer genau vorauszusagen. Sicher ist, dass auch die Digitalisierung bei der Schlafzimmertür nicht Halt machen wird.

Marc Weber

“Are we human?“

Gewiss ist auf jeden Fall, dass diese neuartigen Erfindungen sowohl moralisch, als auch ethisch ganz neue Fragen aufwerfen werden.

Die Frage, ob sich Menschen in künstliche Intelligenz verlieben können, behandelt der Film “Her” auf eine sehr eindringliche Art und Weise.

In “Her” verliebt sich der Protagonist in sein sehr intelligentes Computersystem.

Noch ist es Fiktion, die aber sehr bald Realität werden könnte.

Was wird das mit der Gesellschaft machen?

Wird sich unser Verständnis für Liebe, Empathie und Erotik grundlegend verändern?

Zudem dürfen auch Themen wie Gewalt und Sexualverbrechen kein Tabu sein. 

So könnten wehrlose Sexroboter Menschen dazu animieren, ihre sadistischen Seiten frei auszuleben.

Die Gefahr hierbei ist, dass Gewalt an einem Roboter die Hemmschwelle, diese auch an einem Menschen auszuüben, senken könnte.

Dies sind Themen, die neben dem ganzen positiven und lustvollen Potential von Sextech auch dringend offen diskutiert gehören.

Neue Möglichkeiten des sexuellen Auslebens dürfen nicht gleichzeitig einen drohenden Empathie-Verlust in der Gesellschaft fördern.

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