Warum das 6. Artensterben die Menschheit bedroht

Alle reden über den Klimawandel, jedoch hat die Menschheit mittlerweile ein viel größeres Problem: Das 6. Artensterben ist in vollem Gange!

Im Weltbericht des Weltbiodiversitätsrates der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sind erschreckende Zahlen zum Thema Artenvielfalt zutage gekommen.

Rund 1 Million der geschätzt 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit droht in den kommenden Jahrzehnten auszusterben.

Dieses Artensterben kann fatale Folgen für die gesamte Menschheit haben.

Der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) Robert Watson warnt:

“Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität.”

In Österreich gab es zwischen 1986 und 2015 einen durchschnittlichen Rückzug von 70% der untersuchten Wirbeltierbestände.

Die detaillierten Gründe für dieses Artensterben sind vielfältig, doch im Grunde ist allein der Mensch schuld daran.

Die globale Bevölkerung hat sich von 1970 bis heute verdoppelt und nimmt immer weniger Rücksicht auf den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt.

Durch die immer höher werdenden Treibhausgasemissionen verändert sich das Klima rasant.

Darunter leiden viele Tierarten, wie zum Beispiel der Eisbär, weil sein Lebensraum wegschmilzt.

Pestizide und Düngemittel töten für die Landwirtschaft wichtige Kleinstlebewesen in den Ackerflächen.

Für den Anbau von Palmöl und Soja werden riesige Flächen im tropischen Regenwald gerodet.

Dies alles hat negative Folgen für das weltweite Ökosystem, das ein komplexes Zusammenspiel aller Tier- und Pflanzenarten ist.

Sterben zu viele Arten aus, kann dieses System in ein gefährliches Ungleichgewicht geraten.

Stirbt beispielsweise ein Insekt aus, das eine gewisse Pflanzenart bestäubt, kann dies auch zum Aussterben dieser Pflanzenart führen.

Unter anderem schaden Pestizide den Bienen, die vom Aussterben bedroht sind.

Die Bienen wiederum bestäuben unzählige Pflanzenarten.

Dies hätte einen Dominoeffekt zur Folge, der ab einem gewissen Punkt nicht mehr umzukehren oder aufzuhalten ist.

Auf Dauer kann dies bedeuten, dass keine Landwirtschaft mehr möglich sein wird.

Dies könnte neben einer Weltwirtschaftskrise auch zu einer Hungersnot von ungeahntem Ausmaß führen.

Eine hohe Artenvielfalt sichert also die Ausgeglichenheit und Stabilität des Ökosystems.

Was muss weltweit gegen das Artensterben getan werden?

ExpertInnen fordern dringend einen radikal nachhaltigen Kurswechsel in allen Lebensbereichen.

Einerseits werden eine nachhaltige Landwirtschaft, mehr Naturschutz und der Kampf gegen den Klimawandel die wesentlichen Kernpunkte gegen das Artensterben sein.

Andererseits müssen wir auch unser kapitalistisches System, das auf unbegrenztem Wachstum und verschwenderischem Umgang mit wertvollen Rohstoffen basiert von Grund auf neugestalten.

Was kannst du gegen das Artensterben tun?

Halte dich in Naturschutzgebieten an die Regeln, um so Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen.

Greife beim Einkaufen von Lebensmitteln vor allem auf Bioprodukte zurück.

Achte beim Möbelkauf darauf, dass das Holz nicht aus dem Regenwald stammt.

Iss weniger Fleisch und flieg weniger um so den Treibhausgaseffekt zu mindern.

Informier dich tiefergehend,  um so auch bedrohte Arten in deiner eigenen Umgebung besser schützen zu können.

Engagier dich selbst für den Klima- und Tierschutz und leiste einen wertvollen Beitrag!

Marc Weber Quelle: k.at

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