Was darf die GIS? Wir haben alle wichtigen Fakten

Von Mythen umrankt und von vielen gefürchtet: Was dürfen GIS-Beamte und was ist die GIS überhaupt?

Im Jahr 2018 wurden in Österreich 922,4 Millionen Euro an GIS-Gebühren eingenommen, davon flossen 620,1 Millionen Euro direkt in den ORF.

Was ist die GIS?

GIS steht als Abkürzung für Gebühren Info Service und hebt die Rundfunkgebühr in Österreich ein.

Diese Rundfunkgebühr kommt unter anderem dem ORF und der Kunstförderung zugute.

Warum ist die GIS wichtig?

Ohne GIS müsste der ORF mit der Regierung jährlich über ein neues Budget verhandeln.

Deswegen ist die GIS ein fundamentaler Bestandteil der politisch unabhängigen Finanzierung des ORF.

Wann muss ich die GIS bezahlen?

Bezahlen muss jeder, der betriebsbereites stationäres Radio oder ein TV-Gerät besitzt.

Achtung: Jedes funktionierende TV-Gerät mit eingebautem Tuner gilt als GIS-pflichtig.

Auch dann, wenn das Gerät nur zum Streamen von Internetangeboten wie Netflix benutzt wird.

Ein PC oder Laptop ohne TV-Karte sowie auch dein Handy gelten nicht als gebührenpflichtig.

Wer ist von der GIS befreit?

Wenn man kein rundfunkfähiges TV-Gerät oder Radio besitzt, muss man keine GIS bezahlen.

Das Beziehen von Leistungen aus sonstigen öffentlichen Mitteln wie Arbeitslosengeld oder Studienbeihilfe kann zur Befreiung führen.

Zudem müssen auch körperlich beeinträchtige Menschen wie z.B. Gehörlose keine GIS bezahlen.

Wie hoch ist die GIS-Gebühr?

Die GIS-Gebühr ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Während man in Wien für Fernsehen und Radio 26,33 Euro im Monat bezahlen muss, beträgt die Gebühr in Vorarlberg 20,93 Euro.

Wozu bin ich verpflichtet, wenn ich einen Brief von der GIS bekomme?

Man ist dazu verpflichtet, den Brief wahrheitsgemäß zu beantworten und an die GIS zurück zu leiten.

Wozu bin ich beim Besuch der GIS verpflichtet?

Genau wie bei der schriftlichen Anfrage ist man dazu verpflichtet, eine wahrheitsgemäße Auskunft zu geben.

Eine nicht wahrheitsgemäße Auskunft oder gar keine Auskunft können im allerschlimmsten Fall zu einer Geldstrafe von bis zu 2180 Euro führen.

Diese kann aber nur durch die Bezirksverwaltungsbehörde verhängt werden und nicht von der GIS.

Was dürfen GIS-BeamtInnen und was nicht?

GIS-BeamtInnen dürfen sich weder Einlass in die Wohnung verschaffen, noch einschüchternde Drohgebärden aussprechen.

GIS-BeamtInnen dürfen lediglich durch freundliches Nachfragen Informationen zu deinem Radio oder TV-Gerät einholen.

Zudem müssen sie wahrheitsgemäß und sachlich über die GIS-Gebühr aufklären.

Marc Weber Quelle: k.at

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