Der Winter brachte Vorarlberg mehr Gäste

Mehr Touristen im Winter in Vorarlberg
Vorarlbergs Touristikerinnen und Touristiker haben in der Wintersaison 2023/24 die Zahl der Ankünfte (plus 5,3 Prozent) und Nächtigungen (plus 2,8 Prozent) gegenüber der Vorsaison gesteigert.

Die Vor-Pandemie-Werte bei den Übernachtungen wurden aber weiter nicht erreicht. Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, sprach von spürbaren Gewinneinbrüchen und erhofft sich "politische Maßnahmen".

Laut Landesstelle für Statistik kamen im Winter rund 1,28 Millionen Urlauberinnen und Urlauber, die 4,95 Mio. Übernachtungen buchten. 2017/18 hatten 1,25 Millionen Gäste für 5,1 Mio. Nächtigungen gesorgt, 2018/19 - der letzten vollständigen Wintersaison vor der Corona-Pandemie - standen 5,03 Mio. Übernachtungen bei 1,24 Millionen Besucherinnen und Besuchern zu Buche.

Sowohl der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP), Tourismusdirektor Christian Schützinger und auch Kegele nannten die Entwicklung positiv und die Zahlen sehr erfreulich. Schützinger wies darauf hin, dass bei den Gästeankünften im Zehnjahresvergleich ein neuer Höchstwert erreicht worden sei. Dennoch stellte Kegele fest, dass der Gewinn - der Überschuss der operativen Einnahmen gegenüber den Ausgaben - um sechs bis acht Prozent eingebrochen sei. Die hohen Lohnnebenkosten sowie Lebensmittel- und Energiepreise belasteten die Betriebe erheblich.

Laut Schützinger gab es bei der Nachfrage nach Winterurlaub in Vorarlberg Zuwächse in allen Stammmärkten. "Neben Deutschland, Niederlande, Schweiz, Belgien, Frankreich und den zentraleuropäischen Ländern haben auch die USA mit acht Prozent kräftig zugelegt", sagte er. Ein Zuwachs bei der Zahl der Nächtigungen habe vor allem von Besuchern aus Deutschland (plus 69.500), den Niederlanden (plus 24.300), der Schweiz und Liechtenstein (plus 23.200) sowie Belgien (plus 5.900) und Frankreich (plus 5.600) verzeichnet werden können. Weniger Übernachtungen wurden von Gästen aus Österreich (minus 1.100), dem Vereinigten Königreich (minus 5.300) und Dänemark (minus 2.500) gebucht.

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