APA - Austria Presse Agentur

"Meinl am Graben" schließt 2021 wegen Renovierungsarbeiten

Das traditionsreiche Wiener Delikatessengeschäft "Meinl am Graben" sperrt 2021 drei Monate lang zu, um zu renovieren, berichtet die Tageszeitung "Kurier".

Nach 21 Jahren sei es einfach notwendig, die Kühlung, die Böden und sonstige Technik zu erneuern, wurde der Geschäftsführer von "Meinl am Graben", Herbert Vlasaty, zitiert. Und dafür müsse "leider Gottes gesperrt werden".

Laut "Kurier" kursiert in diesem Zusammenhang auch das Gerücht, dass der "Meinl am Graben" für immer zusperren könnte. Diese Spekulation hat wohl mit den Eigentümern jener beider Gebäude zu tun, über die sich die Geschäftsflächen erstrecken: eines ist im Besitz der Versicherungsanstalt Wüstenrot, eines gehört Rene Benkos Immobilienkonzern Signa Holding.

Dem Zeitungsbericht zufolge stammen die unbefristeten Mietverträge aus den 1960er-Jahren und seien preislich entsprechend günstig im Vergleich zu anderen Adressen im Goldenen Quartier. Ein Versuch von Signa, die Miete zu erhöhen, sei in der Vergangenheit gescheitert, hieß es weiters. Der Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof. Ende 2019 bekam Meinl Recht.

Der Meinl sei "schon oft hinuntergeschrieben worden", sagte Vlasaty dazu dem "Kurier". Und es gebe ihn immer noch. Offen ist aber scheinbar, was mit dem Lokal passiert: "Ob es das Restaurant im ersten Stock nach dem Umbau in gleicher Form gibt, ist nicht klar", so der Geschäftsführer. Wüstenrot wollte die Causa gegenüber dem "Kurier" nicht kommentieren. Vonseiten der Signa hieß es: "Wir kennen die Umbaupläne. Unser Mietverhältnis mit Meinl ist davon unbeeinflusst."

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