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Sharing is Caring: An diesen Orten in Wien könnt ihr ohne Geld einkaufen

Wir zeigen euch, wo ihr Bücher, Kleidung und Lebensmittel teilen und tauschen könnt.

Tauschbörsen tragen zur Nachhaltigkeit bei, weil man nicht alles entsorgen muss, was man nicht braucht. Genauso wenig muss alles neu gekauft werden, da gebrauchte, aber noch gut erhaltene Waren weiterverwendet werden können. Wir stellen euch Orte in Wien vor, wo ihr tauschen, leihen und teilen könnt, ohne dabei Geld ausgeben zu müssen.

Foodsharing – frei zugängliche Kühlschränke

Laut einer Studie des Ökologie Instituts werden in Österreich jährlich zirka 760.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Verschwendung passiert aber nicht nur in Supermärkten oder Bäckereien, sondern auch in Privathaushalten. In einigen Bezirken Wiens gibt es frei zugängliche Kühlschränke namens "Fair Teiler", in die man Lebensmittel stellen und aus denen man sich auch welche nehmen kann. 34 solcher Kühlschränke sind in Cafés, Geschäften oder in anderen öffentlichen Gebäuden aufgestellt. Zugänglich sind sie während der jeweiligen Öffnungszeiten.

Auch auf Facebook werden Lebensmittel in der Food Sharing Gruppe Wien geteilt. Die UserInnen posten Fotos von Lebensmitteln, die sie weitergeben wollen. Wer sich zuerst meldet, bekommt dann die Ware.

Offene Bücherschränke

Falls euch der Lesestoff und das Budget für neue Bücher ausgegangen sind, rettet euch möglicherweise ein offener Bücherkasten. Der Bücherschrank ist ein offen zugänglicher Kasten oder ein Regal, in dem Bücher verstaut sind, die durch andere ständig ausgetauscht werden. Man muss sich nicht anmelden, die einzige Regel: Wenn man ein Buch entnimmt, stellt man ein anderes in den Bücherschrank zurück. Da die Kästen keine Öffnungszeiten haben, kann man sich beispielsweise auch sonntags Bücher holen.

Mittlerweile gibt es in fast jedem Bezirk Schränke, Telefonzellen oder Lokale, wo man sich gratis Bücher nehmen oder welche dalassen kann. Das Projekt wurde 2010 ins Leben gerufen und versteht sich nicht als Leseinitiative, sondern als Beispiel von Warentausch außerhalb des Geldkreislaufes. Im siebten Gemeindebezirk wurde der erste nichtkommerzielle Schrank eröffnet. Beispielsweise steht im ersten Bezirk in der Schottengasse 4 eine "Offene City Bibliothek" oder die offene Bibliothek "Wortschatz" am Margaretenplatz. 

Hier findet ihr alle Bücherschränke, Bücherkästen und Bücherregale in Wien.

Kleider tauschen

Wer kennt es nicht – der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, man hat "nichts" zum Anziehen und möchte sich etwas Neues gönnen. Wir zeigen euch eine umweltfreundliche Variante, wie ihr an schöne Kleidung kommen könnt, ohne dabei euer Budget zu strapazieren. Farb- und Stilberaterin Alexandra Pols veranstaltet im 15. Bezirk regelmäßig Tauschevents, bei denen unter bestimmten Vorgaben Kleidung getauscht wird.

Jede Teilnehmerin stellt ihre Stücke vor, erzählt etwas über die Teile und die anderen haben die Möglichkeit, die Sachen zu probieren. Werden nicht alle Kleider, Schuhe oder Accessoires getauscht, kann man sie wieder mitnehmen oder für karitative Projekte spenden. Eine Anmeldung und eine Gebühr von 20 Euro sind erforderlich. 

Mindestens drei Mal im Jahr (im November, im März und im Juni) findet in Wien außerdem die FESCH’Kleidertauschbörse statt. Hier kann man beispielsweise für ein Kilogramm mitgebrachte Kleidung wieder ein Kilo Gewand mitnehmen. Es wird lediglich ein Unkostenbeitrag von fünf Euro verlangt. Swap-Events werden auch in der Facebook-Gruppe "Kleidertausch Wien" geteilt. 

Dinge tauschen und leihen

In der Kandlgasse 2 im siebten Bezirk kann man Bücher, Kleidung, elektronische Geräte oder Spielsachen tauschen. Die einzige Regel der Tauschbox der Neubauer Grünen ist, dass die Gegenstände intakt sind und in die Box passen. Der Zugang zur Tauschbox ist jederzeit möglich. 

Der Leihladen "Leila" bezeichnet sich selbst als die erste Wiener "Bibliothek der Dinge" und bietet über 150 Gebrauchsgegenstände aus allen Lebensbereichen zum Ausborgen an. Im Angebot stehen Campingkocher, Sportgeräte, Werkzeug und Veranstaltungszubehör wie Mikrophone oder Discokugeln. Nach der Online-Anmeldung kann man ihren Katalog durchstöbern, den Gegenstand für das gewünschte Datum reservieren und anschließend abholen. 

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