Screenshot/TikTok/@charliecurtisb

Eine Schwarze Frau macht auf verzerrte Statistiken aufmerksam und geht viral

In der US-amerikanischen Stadt Charlotte singt eine Lehrerin in einem TikTok-Video über Kriminalitätsstatistiken, die oftmals verzerrt und unzuverlässig sind.

"Schwarze Viertel werden polizeilich bewacht – natürlich haben sie eine höhere Kriminalitätsrate. Und Weiße TäterInnen werden zu wenig zur Rechenschaft gezogen, also haben sie natürlich eine niedrigere Kriminalitätsrate", singt @Rynnstar auf TikTok und schließt ihren selbst komponierten Jingle mit einem siebenfachen "Shut up" ab. "Über eure Lieblings-'Statistiken'" lautet die Caption.

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Die eingängige Melodie entpuppte sich prompt als Ohrwurm – ihr Video wurde über 600.000 Mal gelikt und von anderen MusikerInnen, einer Harfenspielerin und auch einer Poledancerin künstlerisch erweitert, die dazu beigetragen haben, dass auf TikTok über ein wichtiges Thema gesprochen wird: Systematischen Rassismus, der mit verzerrten Statistiken gerechtfertigt wird. 

Auf ihrem Account beantwortet @Rynnstar Fragen zur Schwarzen Community, sie versorgt ihre FollowerInnen mit Fakten der afroamerikanischen Geschichte und teilt Informationen über die #BlackTransLivesMatter-Bewegung.

In einem ihrer Clips geht sie auf ein in den USA gängiges Vorurteil ein: Obwohl es weniger Schwarze als Weiße Menschen in Amerika gibt, werden AfroamerikanerInnen für 50 Prozent der Morde verantwortlich gemacht. "Nicht jede und jeder, der ein Verbrechen begeht, wird auch verurteilt", so @Rynnstar, die darauf aufmerksam macht, dass Gerichtsurteile oft von Vorurteilen gegenüber Schwarzen geprägt sind. 

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