APA - Austria Presse Agentur

J.K. Rowling teilt schon wieder Beleidigungen aus und erntet einen Shitstorm

Sie kann es einfach nicht lassen: Statt ihren Erfolg und Reichtum abseits des Blitzlichtgewitters zu genießen, meldet sich die Schriftstellerin immer wieder mit umstrittenen Wortmeldungen auf Twitter.

Anfang Juni mischte sich J.K. Rowling wieder mal in die Gender-Debatte ein und machte mit transphoben Aussagen auf sich aufmerksam. Nachdem sie ordentlichen Gegenwind auf Twitter zu spüren bekam – auch "Harry Potter"-DarstellerInnen Daniel Redcliffe, Emma Watson und Rupert Grint reagierten auf ihre Äußerungen – wurde es still um die Schriftstellerin.

Mit ihrem aktuellsten Geistesblitz scheint Rowling die Welt wissen zu lassen, dass sie nicht nur transphob ist, sondern auch Menschen, die Medikamente für ihre psychische Gesundheit einnehmen müssen, schlicht als faul verurteilt.

Twitter-User @sineadactually zeigte mit einem Screenshot auf, dass Rowling einen Tweet gelikt hat, in dem Hormonverschreibungen mit Antidepressiva verglichen wurden. "Ja, sie sind manchmal notwendig und lebensrettend, aber sie sollten der letzte Ausweg sein. Reine Faulheit für diejenigen, die lieber Medikamente einnehmen, als Zeit und Mühe aufzubringen, um den Geist zu heilen", heißt es im Tweet weiter.

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Statt einer Entschuldigung, behauptete Rowling, dass es sich beim Screenshot um einen Fake handle. Am Wochenende eröffnete sie einen Twitter-Thread, in dem sie sich über transsexuelle Frauen und über mentale Gesundheit ausließ.

"Ich habe Fake-Tweets ignoriert, die mir zugeschrieben wurden. Ich habe Pornos ignoriert, die auf Kunst von Kindern getwittert wurden. Ich habe Todes- und Vergewaltigungsdrohungen ignoriert. Das werde ich nicht ignorieren", so J.K. Rowling. Sie schrieb darüber, dass sie selbst in ihrer Vergangenheit Antidepressiva eingenommen und öffentlich darüber gesprochen habe.

Dann schwenkt sie wieder auf ihr Lieblingsthema und behauptet, dass "viele Angehörige der Gesundheitsberufe besorgt darüber sind, dass junge Menschen, die mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen haben, zu Hormonen und Operationen abgeschoben werden, wenn dies nicht in ihrem Interesse ist", so Rowling. 

Die Gesellschaft erlebe gerade "eine neue Art von Konversionstherapie für junge Homosexuelle, die auf einen lebenslangen Weg der Medikalisierung gebracht werden, der zum Verlust ihrer Fruchtbarkeit und/oder vollen sexuellen Funktion führen kann", schrieb die Schriftstellerin. 

Ihre umstrittenen Äußerungen stellen die Autorin in kein gutes Licht: Statt ihre Reichweite für Aufklärungsarbeit zu nutzen, fällt Rowling immer wieder mit transphoben und homophoben Haltungen auf.