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No Angels: 5 Fakten über die Girlgroup

Gerüchten zufolge sollen die No Angels kurz vor einem Comeback stehen – Grund genug für eine Auflistung wenig bekannter Fakten rund um die legendäre Girlband.

Es war eine der wenigen guten Nachrichten, die uns in den letzten Monaten ereilten: Im November 2020 wurden alle Songs der "Popstars"-Bands aus den Nullerjahren auf Streaming-Portalen zugänglich gemacht. BMG hatte den gesamten musikalischen Katalog der Castingshow aufgekauft und neu veröffentlicht. Neben Monrose, Bro'Sis & Co. drängte sich damit vor allem eine Band wieder in unser Bewusstsein: Die No Angels. 

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Nachdem die wieder verfügbare Musik einen Nostalgie-Hype unter Millennials auslöste, eröffneten vier der fünf Ursprungs-Mitglieder einen offiziellen Instagram-Kanal für die Band – nur, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, hieß es. Binnen kürzester Zeit hatten die No Angels über 20.000 FollowerInnen auf Instagram.

Nun scheint es, als wäre die Rückkehr auf Streaming-Plattformen und Social Media längst nicht alles gewesen: Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, stecken Sandy Mölling, Lucy Diakovska, Nadja Benaissa und Jessica Wahls mitten in den Planungen für eine Reunion. Ein großer TV-Auftritt soll bereits fixiert sein, außerdem soll die Gruppe ihre größten Hits neu aufnehmen wollen.

Grund genug also, um auf die Glanzzeiten der erfolgreichsten Girlband Kontinentaleuropas zurückzuschauen – und semi-bekannte Fakten dazu zu sammeln.

"Daylight In Your Eyes" wäre beinahe nicht die erste Single geworden

Um ein Haar wäre uns der Überhit, der "Daylight In Your Eyes" ist, nicht vergönnt gewesen: Wie die Bandmitglieder über die Jahre in zahlreichen Interviews bestätigten, wollte die Plattenfirma ursprünglich den Albumtrack "Go Ahead and Take It" als erste Single veröffentlichten – ein lauter Girlpower-Stampfer, ganz nach dem Vorbild der frühen Spice Girls. Die Band jedoch setzte sich für "Daylight In Your Eyes" ein – und besiegelte damit ihr eigenes Schicksal.

Zu uncool für DJs

Die No Angels hatten vor allem zu Beginn ein sehr junges Publikum. Als die Band später mit "Let's Go To Bed" eine deutlich erwachsenere House-Richtung einschlug, musste man sich neue Strategien überlegen, um den Song in die Clubs zu bekommen. Die meisten DJs hätten einen Song einer Castingband nicht mal mit der Kneifzange angefasst – Vinyl-Ausgaben von "Let's Go To Bed" wurden kurzerhand unter dem Pseudonym NoA veröffentlicht.

Sandy war in einem Schweighöfer-Film als Anastacia zu sehen

Mehr 2003 geht nicht: Im Kinofilm "Soloalbum", dem ersten großen Erfolg von Matthias Schweighöfer, hatte No-Angels-Bandmitglied Sandy eine Gastrolle – als Anastacia-Doppelgängerin.

Video-Verbot wegen 9/11

Im Musikvideo zum Eurythmics-Cover "There Must Be An Angel", mit dem der Band ihr zweiter Nummer-eins-Hit gelang, sind die No Angels als "Top Gun"-Kampfpilotinnen zu sehen. Das Video feierte Anfang August 2001 Premiere – nach den Anschlägen vom 11. September wurde es kurzzeitig nicht mehr gezeigt.

Vanessas Song an die Band

Bereits 2007 wagten die No Angels ihr erstes Comeback, schon damals ohne Vanessa Petruo. Vanessa äußerte sich nie zum weiteren Schaffen ihrer Kolleginnen – ein unveröffentlichter Solosong aus der Zeit, der später seinen Weg ins Netz fand, scheint sich jedoch inhaltlich an die anderen Bandmitglieder zu richten: "Nichts, was ihr tut, wird es zurückbringen. Ihr werdet verlieren, was wir hatten", heißt es in "Nothing You Will Do".