APA - Austria Presse Agentur

Mavi Phoenix: "Es ist so wichtig, dass man Ruhe gibt"

Wie viele andere Künstler ist auch Mavi Phoenix von den drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen.

Der österreichische Sänger und Rapper, dessen neues Album "Boys Toys" am 3. April erscheint, wäre ab 15. April auf ausgedehnte Deutschlandtournee gegangen. "Die findet jetzt nicht statt", so Phoenix, der aber gleichzeitig festhielt: "Es ist so wichtig, dass man Ruhe gibt!"

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"Natürlich ist es für mich blöd, weil jetzt das Album erscheint", betonte der Künstler im APA-Gespräch auf die aktuelle Situation angesprochen. "Diese Woche wäre ich nach Paris geflogen, in zwei Wochen dann nach Mailand. Das ist natürlich alles abgesagt. Aber all das liegt jetzt wirklich nicht in meiner Hand, ich kann mich gar nicht aufregen." Die Maßnahmen der Bundesregierung sowie vieler anderer Länder seien jedenfalls wichtig und richtig.

Und eigentlich ändere sich für Phoenix, der sich Mitte Jänner als Trans-Mann geoutet und bereits im Vorjahr mit dem Song "Bullet In My Heart" für das Thema Genderdysphorie sensibilisiert hat, jedenfalls nicht viel. "Wenn ich sonst in Wien bin, tue ich oft auch nicht mehr als Zuhause sitzen und Playstation spielen", lachte der gebürtige Oberösterreicher. Noch vor wenigen Tagen war er aber künstlerisch unterwegs und spielte am 6. sowie 7. März zwei Konzerte in der Schweiz. "Das war schon ziemlich grenzwertig", meinte Phoenix. "Aber es war dort definitiv schon das Bewusstsein da, sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren."

Seitdem liegt quasi kein Stein mehr auf dem anderen, gerade die Kreativbranche wurde von den vielen Absagen und Verschiebungen hart getroffen. Ob und wann Mavi Phoenix seine Deutschlandtournee nachholen können wird, stehe "in den Sternen", so der Musiker. "Es wird wahrscheinlich im Herbst passieren. Kurz haben wir auch überlegt, ob wir das Album verschieben. Aber es ist ohnehin ein Grower und für die Fans, das muss man wachsen und passieren lassen. Vielleicht ist es ein Risiko, aber die Leute sitzen andererseits eh nur daheim. Dann ist es vielleicht gar nicht so schlecht, etwas zu veröffentlichen."

An umfangreichen Begleitcontent, vielleicht via diverser Social-Media-Kanäle, denkt Phoenix allerdings nicht unbedingt. "Es würde sich zwar anbieten", überlegte er, "aber es ist noch eine schwierige Situation. Alles ist so sensibel, und die Leute haben Angst. Ich habe ja auch Angst, dass etwas in die falsche Kerbe schlägt, wenn ich jetzt was poste. Die Menschen haben gerade andere Sorgen, als dass mein neues Album erscheint - ich auch. Insofern bin ich da vorsichtig und warte sicher die nächste Wochen noch ab."

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