Steve Granitz/WireImage/Getty Images

Paris Hilton erhebt schwere Vorwürfe gegen Internat: "Sie schlugen und würgten uns"

Paris Hilton sprach in einem Interview mit dem "People"-Magazin über traumatische Erfahrungen, die sie in ihrem früheren Internat erlebt habe.

Im Teaser zur neuen YouTube-Doku "This is Paris", die Mitte September erscheinen wird, sprach Paris Hilton von einem Kindheitstrauma, das sie bis heute verfolgen würde. Die Aufnahmen, die in der Preview eingeblendet wurden, stammen aus ihrer Schule und ließen bereits vermuten, dass es sich dort abgespielt haben könnte. In einem Interview mit dem "People"-Magazin bestätigte Paris Hilton nun die Spekulationen.

Für dich ausgesucht

Mit 17 Jahren wurde sie von ihren Eltern in ein Internat geschickt, wo sie laut ihren Angaben misshandelt wurde. "Von dem Moment an, als ich aufwachte, bis ich zu Bett ging, wurde ich den ganzen Tag lang angeschrien, es war eine andauernde Folter", erinnerte sich Hilton an ihre Schulzeit zurück.

Damals hätten ihre Eltern die Kontrolle über ihre Teenager-Tochter verloren, die ständig gegen sie rebellierte. Paris Hilton verließ heimlich das Haus, um auf Partys zu gehen und Clubs zu besuchen. "Sie bestraften mich, indem sie mir mein Handy und meine Kreditkarte wegnahmen, aber es funktionierte nicht. Ich bin immer auf eigene Faust losgezogen", sagte Hilton. Ihre Eltern hofften, dass die Einrichtung im US-Bundesstaat Utah einen positiven Einfluss auf Paris Hiltons Entwicklung haben könnte, das Gegenteil trat jedoch ein.

"Das Personal hat schreckliche Dinge zu uns gesagt. Sie haben mir ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet und mich schikaniert. Ich glaube, es war ihr Ziel, uns zu zerstören. Sie haben uns körperlich misshandelt, geschlagen und gewürgt. Sie wollten den Kindern Angst einflößen, damit wir zu viel Angst davor hatten, ihnen nicht zu gehorchen", erzählte Hilton.

Hilton heckte einen Fluchtplan aus, den allerdings ein anderes Kind dem Personal verraten habe. Sie wurde prompt in Einzelhaft gesteckt. Bis zu 20 Stunden wurden die Kinder dort festgehalten. "Ich hatte Panikattacken und weinte jeden Tag. Ich war so unglücklich. Ich habe mich wie eine Gefangene gefühlt, und ich hasste das Leben", so Paris Hilton.

Ihre Eltern sollen von den Geschehnissen nichts geahnt haben. Sie durfte sie nur alle paar Monate mit ihnen sprechen. Telefonate und Briefe sollen kontrolliert worden sein, damit die Vorkommnisse nicht nach außen dringen konnten. Als sie den Versuch wagte, ihnen doch etwas zu erzählen, gab es schwere Konsequenzen für Hilton. Danach sei die Angst, ihren Eltern erneut von den Zuständen zu berichten, zu groß gewesen. 

Nach elf Monaten verließ Paris Hilton das Internat und zog nach New York. Aus Schamgefühl habe sie mit niemanden über diese schwere Zeit gesprochen. Das "People"-Magazin wollte auch eine Stellungnahme der besagten Einrichtung einholen – seitens der Schule heißt es lediglich, dass es seit 2000 einen neuen Eigentümer gäbe. Zu den Vorwürfen können man deshalb keine Stellung beziehen.