APA - Austria Presse Agentur

"GNTM"-Gewinnerin Stefanie Giesinger zeigt Männer wegen Dickpics an

Stefanie Giesinger bringt Dickpics zur Anzeige. Die "GNTM"-Gewinnerin verklagt Männer, die ihr ungefragt Bilder von ihren Penissen schicken.

Triggerwarnung: In diesem Beitrag geht es um sexuelle Belästigung.

Stefanie Giesinger gewann 2014 bei "Germany's Next Topmodel". Seitdem sie bekannt wurde, hat sie über 4 Millionen FollowerInnen auf Instagram generiert. Die Influencerin machte vor wenigen Wochen auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Die 25-Jährige berichtet von Hass im Netz. Nicht alle, die dem Model folgen, sind ihr gegenüber gut gestimmt.

Mehr noch: Stefanie Giesinger berichtet von sexueller Belästigung. "Dickpics und sexuelle Belästigung im Netz: Stop that shit!", sagte sie in eine ihrer Instagram-Storys. "Ich bin von krassen Drohungen und harter Beleidigung jeden Tag betroffen und ich finde, daran muss sich was verändern", fordert das Model.

Im Gespräch mit "t-online" verriet sie vor Kurzem, dass sie auch rechtliche Schritte einleiten werde.

 

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Stefanie Giesinger zeigt Dickpics an

"Diese Leute führen täglich Konversationen, eher Monologe, oder ich erhalte Nachrichten, was sie gerne mit mir machen würden. Sie erzählen mir, was sie mit sich machen und schicken mir Fotos davon zu. Das ist sexuelle Belästigung!", so das Model.

Das habe nun Konsequenzen, erklärt die 25-Jährige. 

"Wir fangen jetzt an, das anzuzeigen und diese Schritte zu gehen. Man hatte da lange Hemmungen davor, weil man dachte 'Das ist ja nicht sooo schlimm und ich muss mir das nicht anschauen'. Aber wenn man ehrlich ist, ist das ein großer Schritt über die Grenze der eigenen Privatsphäre hinaus, so etwas zu verschicken. Das muss dann auch rechtlich verfolgt werden."

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Dickpics: Lage in Österreich

Ein einmaliges Foto von Geschlechtsteilen, das ungefragt versendet wird, hat in Österreich (im Gegensatz zu Deutschland) nicht unbedingt rechtliche Konsequenzen. Es kann zwar angezeigt werden, aber solange eine sexuelle Handlung fehlt, zählt das reine Versenden noch nicht zu einer strafrechtlich verfolgbaren Handlung.

Eine Anzeige bei der Polizei kann man aber dennoch stellen. Vor allem, wenn es nicht bei einem einzelnen Foto bleibt und wenn man sich bedroht oder verfolgt fühlt. 

Professionelle Hilfe suchen 

Falls dir oder einer Person in deinem Umfeld Gewalt widerfährt, dann rede mit einer Vertrauensperson in deiner Nähe darüber oder wende dich an ExpertInnen sowie Beratungsstellen: 

  • Frauenhelpline gegen Gewalt 0800/222-555, rund um die Uhr, anonym, kostenlos und mehrsprachig: www.frauenhelpline.at
  • Onlineberatung für Mädchen und Frauen im HelpChat, mehrsprachig: www.haltdergewalt.at