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Studie: Darum solltet ihr auf modischen Mundschutz verzichten

WissenschaftlerInnen der amerikanischen Duke University haben verschiedene Schutzmasken auf ihre Wirksamkeit gegen COVID-19 geprüft.

Im Zuge der Corona-Pandemie erlebte das Bandana der 90er ein Revival: Das quadratische Halstuch, das zu einem Dreieck geformt wird, wurde von vielen Stars als Mundschutz bevorzugt.

Amber Heard und Johnny Depp zeigten sich bei ihrer Gerichtsverhandlung in London im DIY-Bandana-Look. Zum Halstuch griffen unter anderem auch Sarah Jessica Parker, Kristen Stewart und Margot Robbie – und lösten somit einen globalen Trend aus.

Ihrer Vorbildfunktion während der Pandemie werden die prominenten Persönlichkeiten damit allerdings nicht gerecht. Denn laut einer Studie der amerikanischen Duke University sollte man auf das modische Accessoire als Schutzmaßnahme verzichten.

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Im amerikanischen Frühstücksmagazin "Good Morning America" wurden nun die Ergebnisse rund um den Wissenschaftler Eric Westman zu den unterschiedlichen Masken-Typen zusammengefasst. Insgesamt wurden 14 Masken, darunter N95-Masken und chirurgische Masken, auf ihre Wirksamkeit getestet. 

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1. N95-Masken

Die ForscherInnen fanden heraus, dass N95-Masken, die gut am Gesicht angebracht werden, die Trägerin oder den Träger und ihre Umgebung am besten vor COVID19 schützen. Aufgrund der Lieferbarkeit der Masken sollen diese allerdings von besonders gefährdeten Menschen-Gruppen genutzt werden.

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2. Chirurgische Masken

Auf Platz zwei der Studie folgen chirurgische Masken. Aufgrund ihrer Konstruktion können sie viele Tröpfchen auffangen. 

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3. Baumwollmasken 

Die Baumwollmasken belegen den dritten Platz, da sie nicht immer gegen eine Tröpfcheninfektion helfen können. Legt man die Maske nicht richtig über die Nase, den Mund und das Kinn, seien sie nahezu nutzlos.

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4. Ventilmasken 

Der Studie zufolge landen Ventilmasken auf den vierten Platz  die ForscherInnen stellten fest, dass diese Masken Tröpfchen durch das Ventil entweichen lassen. Sie würden zwar die Personen selbst schützen, ihre Umgebung jedoch nicht. "Wir waren sehr überrascht zu sehen, wie viele Partikel aus dem Ventil herauskamen", so Westman. 

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5. Bandana

Bandanas sind vielleicht modisch angesagt, eignen sich aber nicht als Mundschutz. Die WissenschaftlerInnen stellten fest, dass das Halstuch kaum Schutz bietet. 

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6. Schlauchtuch

Am schlechtesten schnitt das Schlauchtuch ab. Ähnlich wie bei Bandanas würde die Maßnahme kaum etwas bewirken. Der Fleece-Stoff lässt laut ExpertInnen kleine Partikel durch – beim Sprechen erzeuge man sogar mehr Tröpfchen als ohne Maske. Das Tuch zersetze große Tröpfchen in viele kleine, die nicht zu Boden fallen, sondern von der Luft getragen werden können.

Die WissenschaftlerInnen raten aber auf jeden Fall Mundschutz zu tragen, denn jede Maske ist besser als gar keine.