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Studie: So wirkt sich die Corona-Krise auf das Arbeitsleben von jungen Frauen aus

Zukunftsängste und neue Motivation: Eine Untersuchung zeigt, wie junge Frauen die Corona-Krise in Hinblick auf die Jobwelt erleben.

Die Corona-Pandemie zog extreme wirtschaftliche Konsequenzen für zahllose Menschen mit sich – nun widmet sich eine Untersuchung des Instituts für Jugendkulturforschung insbesondere der wirtschaftlichen Situation von jungen Frauen. Für junge Frauen ist ein stabiler Erwerbsjob von großer Bedeutung: Laut der Jugendstudie, die während der Pandemie durchgeführt wurde, sehen 86 Prozent der 16- bis 29-jährigen Frauen den Job als sehr oder eher wichtigen Lebensbereich.

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Jedoch scheint die Pandemie den subjektiven Wert von Arbeit verschoben zu haben: So fürchteten 83 Prozent der befragten Frauen schon zu Beginn der Corona-Krise, dass die Arbeitslosenrate steigen würde. 71 Prozent hatten große Angst vor einer Weltwirtschaftskrise – dadurch fühlten sie sich verunsichert.

Außerdem verschob sich der Fokus der Frauen laut der Untersuchung von “arbeiten gehen müssen” zu “arbeiten gehen können”, was die Zukunftsängste noch einmal mehr herausstreicht. Diese Ängste können in weiterer Folge sogar dazu führen, dass man die Erwerbstätigkeit während der Krise positiver erlebt als sonst – weil man froh ist, einen Job zu haben, der Geld bringt und den Tagesablauf regelt.

Die Arbeit im Homeoffice wurde teilweise als monoton und isolierend wahrgenommen, die Kurzarbeit wurde hingegen oftmals als positiv empfunden, solange die finanziellen Einschnitte nicht bedrohlich waren.

Diejenigen Frauen, die in systemrelevanten Berufen – beispielsweise im Gesundheitswesen – tätig sind, erlebten die Krise natürlich anders: Das gesundheitliche Risiko war nicht einschätzbar und die Entlohnung oft gering, ein Ausgleich zum Arbeitsleben kaum möglich. Frauen, die während der Krise aufgrund fehlender Aufträge lange liegengebliebende Tasks im Büro abarbeiten mussten, fühlten sich laut der Untersuchung “nutzlos”.

Auch für diejenigen, die vorhatten, im Arbeitsleben Fuß zu fassen, hat die Pandemie vieles verändert: Sie wurden mit der Angst einer Massenarbeitslosigkeit konfrontiert und befürchteten, trotz guter Ausbildung keinen Job zu finden.

Junge Frauen haben ihr Berufsleben während der Corona-Krise im Großen und Ganzen zwar negativ erlebt, dennoch scheint es, als hätten sie durch die Krise auch Mut für die “neue Normalität” fassen können: So ergab die Studie “Generation Corona”, dass sich seit der Corona-Krise mehr junge Frauen vorgenommen haben, sich selbst zu beweisen, dass sie im Leben erfolgreich sein können.

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