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Life
03/07/2019

Diese Wiener Frauennetzwerke müsst ihr kennen

Diese Frauen zeigen mit ihren Initiativen, dass Frauensolidarität mehr als nur ein Schlagwort sein kann.

"Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten. Diese Befreiung kann nur eine kollektive sein." Dieses Zitat stammt von der französischen Schriftstellerin und Feministin Simone de Beauvoir. Sieht man sich die vier Netzwerke an, die wir euch in diesem Artikel vorstellen, behält sie Recht: Nur gemeinsam, nur wenn wir solidarisch sind, unser Wissen teilen und andere unterstützen, sind wir stark.

Femdex

“Es gibt halt einfach nicht genug weibliche DJs, die wir buchen hätten können.” Diese Ausrede kennen wir alle von Clubbetreibern, die sich ertappt fühlen, weil sie wieder einmal nur Männer gebucht haben. Dafür, dass diese Ausrede nicht mehr funktioniert, sorgt beispielsweise eine Initiative namens Femdex – A Female List. Das Ganze entstand im Jahr 2016, seitdem kümmert sich die Gruppe um die Förderung von weiblichen und nicht-binären Acts in der Clubkultur und elektronischen Musik.

Auf der dazugehörigen Webseite können VeranstalterInnen ganz einfach nach Genres filtern, auf der Liste finden sich Hunderte Acts. Den Initiatorinnen geht es darum, Druck zu machen und eine Welt zu schaffen, in der alle willkommen sind. Femdex veranstaltet übrigens auch Workshops, den sie als Safe Space verstehen, in dem Frauen, Transgender-Personen und nicht-binäre Menschen ihre DJ-Skills erweitern können.

Femme DMC

Dass Rap noch immer eine Männerdomäne inklusive veralteter Rollenbilder ist, ist unbestritten. Mit genau dieser Tatsache will das Künstlerinnenkollektiv Femme DMC aufräumen. In regelmäßigen Abständen veranstaltet die Gruppe rund um die Gründerin Dafina Sylejmani Shows, bei denen rappenden Frauen eine Bühne gegeben wird, genauso wie Tänzerinnen, DJs und Graffiti-Writerinnen.

Ziel des Kollektivs ist es, gegen Sexismus und die Sexualisierung von Frauen im Rap zu kämpfen – und für Selbstermächtigung und Selbstbewusstsein, damit Frauen sich in einem sicheren Umfeld entfalten können. Dabei soll auch die Diversität der Teilnehmenden im Fokus stehen, um zu zeigen, dass Frauensolidarität mehr als nur ein zeitgeistiges Schlagwort ist und man sich nicht erst selbst von anderen Frauen abgrenzen muss, um die eigene Identität zu definieren.

Sorority

Das Karrierenetzwerk Sorority ist offen für alle Frauen und alle, die sich als Frauen definieren. Mitglieder aus Kunst, Kultur, Politik, Wissenschaft, Technik, Medien und Wirtschaft vernetzen sich und machen sich für mehr feministische Kommunikation in der Berufswelt stark. Das Netzwerk wurde schon 2014 gegründet und konnte in den letzten Jahren 500 Mitglieder begeistern.

Einmal im Monat treffen sich Vereinsmitglieder zur Mitgliederversammlung, zu der ihr übrigens auch kommen könnt, wenn ihr noch kein Mitglied seid. Auch Workshops, Kurse und Trainings werden angeboten, so kann man in einem Workshop beispielsweise lernen, wie man Gehalt verhandelt.

Girls n’ Code

Eva und Larisa, die beiden Gründerinnen von Girls n’ Code, wollen laut ihrer Webseite Frauen dabei helfen, Webseiten zu erstellen und Coden zu lernen. Durch Kurse in unterstützender Atmosphäre, die von Trainerinnen gehalten werden, sollen Frauen, die noch nicht viel übers Coden wissen, auf den Geschmack kommen und Hemmungen abbauen.

Denn auch die IT-Branche ist männerdominiert, Technik wird in erster Linie von Männern gestaltet. Wie Gründerin Eva in einem Interview erzählt, entstehen dadurch bei vielen Frauen Berührungsängste mit technischen Fragen, weil nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.

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