APA - Austria Presse Agentur

Gemma Ray spielt ihre Gitarre auch mal mit einem Stahlmesser

Die in Berlin lebende Britin gehört zu den derzeit besonders eindrucksvollen Singer-Songwriterinnen.

Ihre Tremolo-Gitarre spielt sie auch mal mit einem Stahlmesser, unterlegt den satten Sound mit viel Hall und singt dazu mit dieser dunklen, voluminösen Stimme.

Vergleiche mit Lana Del Rey oder Amy Winehouse hat sie gar nicht nötig – erst recht nicht jetzt, für ihr ausgereiftestes, bereits achtes Studioalbum Psychogeology (Bronzerat/Soulfood). Und doch tauchen die Namen (noch) bekannterer Sängerinnen immer wieder auf, wenn es um Gemma Ray geht: Auch Adele, Nancy Sinatra oder Dusty Springfield werden genannt.

Gemma Ray nimmt es als Kompliment, zumindest aber mit Gelassenheit: "Die lustigen Vergleiche sind ja eigentlich die besten", sagte sie vor einigen Jahren im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die wieder in den "Candy Bomber Studios" im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof selbstproduzierte Platte Psychogeology pendelt zwischen den von Ray wohlbekannten Stil-Koordinaten: Fifties-Pop, orchestraler Folk noir, Girlgroup-Chöre im Stil der 60er ("Dreaming Is Easy"), gar ABBA-Anklänge ("In Colour") – zehn Cinemascope-Soundgemälde, Herzschmerz ohne Kitsch.

Im Vergleich zu den Vorgänger-Alben wie Island Fire und Milk For Your Motors sind die neuen Lieder noch etwas prächtiger, bombastischer angelegt – ohne Gemmas große Stimme jemals zu verschütten. Am schönsten gelingt ihr der von einem wunderbar warmen Bass-Groove angetriebene Song "It"s Only Loneliness". "Das Lied ist eine Umarmung für alle, die sich so fühlen", sagt Gemma Ray dazu.

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