APA - Austria Presse Agentur

Corona-Impfung: Smartwatches tracken Auswirkungen auf den Körper

Eine neue Studie zeigt, dass Smartwatches ermitteln können, wie sich die Corona-Vakzine auf unseren Körper auswirkt.

Über sechs Millionen Menschen in Österreich sind zumindest einmal gegen das Coronavirus immunisiert worden. Bis heute gibt es noch einige Personen, die auf die Impfung verzichten. Vermutlich haben einige von ihnen immer noch Angst vor Nebenwirkungen.

Eine neue Studie zeigt nun, dass Smartwatches erkennen könnten, wie sich der Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Körper auswirkt. Dies könnte dabei helfen, zukünftig Nebenwirkungen zu vermeiden. Die Untersuchungsergebnisse wurden in der Zeitschrift "npj Digital Medicine" veröffentlicht.

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Geimpfte seit 2020 beobachtet

Das ForscherInnen-Team nutzte Daten aus dem Projekt Digital Engagement and Tracking for Early Control and Treatment (DETECT), das im März 2020 ins Leben gerufen wurde. Die Daten verfolgten den Gesundheitszustand jeder Person zwei Wochen vor und nach jeder Impfstoffdosis. Die ProbandInnen trugen dabei regelmäßig eine Smartwatch.

Die WissenschafterInnen untersuchten Sensordaten der Uhren zu Schlaf, körperlicher Aktivität und Herzfrequenz von 5.600 Personen, die einen der mRNA-Corona-Impfstoffe erhalten hatten.

Der Wissenschafter Giorgio Quer sagte in einer Presseaussendung, dass er und seine TeamkollegInnen durch diese Daten besser herausfinden können, wie sich der Impfstoff im Körper verhält und welche Änderungen er mit sich bringt. Das könnte den ExpertInnen auch dabei helfen, in Zukunft Nebenwirkungen besser zu verhindern. 

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So wirkt sich die Corona-Impfung auf den Körper aus

Laut den ForscherInnen stieg am Tag nach der Impfung der durchschnittliche Ruhepuls der TeilnehmerInnen an. Dieser Effekt war nach einer zweiten Dosis noch stärker. Die Herzfrequenz der ProbandInnen erreichte zwei Tage nach der Impfung einen Höchststand, bevor sie sich vier Tage nach der ersten und sechs Tage nach der zweiten Impfdosis wieder normalisierte.

Bei Frauen kam es fünf Tage nach der ersten Impfdosis häufiger zu Veränderungen des Ruhepulses als bei Männern. Bei jüngeren Personen war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie nach der zweiten Dosis einen höheren Ruhepuls aufwiesen als bei älteren Personen.

Besonders nach der zweiten Corona-Impfung stellten die ExpertInnen fest, dass die ProbandInnen mehr schliefen und weniger aktiv waren. Smartwatches könnten laut dem Studienleiter Steven Steinhubl eine clevere Art und Weise sein, "Personen zu identifizieren, die möglicherweise nicht optimal auf den Impfstoff ansprechen".

Darüber hinaus könnten die Studiendaten den WissenschaftlerInnen helfen zu verstehen, warum sich einige geimpfte Personen trotz der Immunisierung mit dem Coronavirus infizieren. Dies wird auch als Impfdruchbruch bezeichnet.