APA - Austria Presse Agentur

Geschäfte schließen voraussichtlich ab Montag um 19 Uhr

Zum Schutz der Beschäftigten im Handel sollen alle Geschäfte - voraussichtlich ab Montag - nur noch bis 19 Uhr offen haben.

Schwangere sollen freigestellt werden, Beschäftigte mit Vorerkrankungen bzw. Risikogruppen wie Ältere in Tätigkeitsbereichen eingesetzt werden, bei denen sie keinen direkten Kundenkontakt haben. Darauf haben sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Donnerstag verständigt.

Der Vorschlag benötigt eine Verordnung. Laut Öffnungszeitengesetz dürfen Geschäfte derzeit unter der Woche von 6 bis 21 Uhr und an Samstagen von 6 Uhr bis 18 Uhr offen halten, insgesamt also bis zu 72 Stunden pro Woche. Ausgenommen von dieser Regelung waren bisher unter anderem Bahnhöfe und Flughäfen.

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Gelten wird das nicht nur für den Lebensmittelhandel, sondern für alle Geschäfte, die jetzt noch offen haben dürfen. In einem weiteren Schritt wollen die Sozialpartner auch Schutzmaßnahmen für andere Branchen regeln, zum Beispiel die Post und Paketzusteller.

An den Kassen werden bereits jetzt nach und nach Plexiglasscheiben angebracht, die Beschäftigten bekommen Masken und Arbeitshandschuhe bereitgestellt. Bei allen Kassen sollen Bodenkennzeichnungen einen Abstand der Kunden zueinander sicherstellen. Kassen, Pausen- und Aufenthaltsräume sowie Toilettenanlagen werden regelmäßig desinfiziert. Kundenkarten werden aktuell nicht gescannt, Kunden sind angehalten, ihre Einkäufe mit der Karte zu bezahlen.

"Bei besonders starkem, hohen Kundenandrang zu Stoßzeiten fordern wir die Händler auf, dafür zu sorgen, dass nicht zu viele Kundinnen und Kunden gleichzeitig eingelassen werden", heißt es in dem gemeinsam von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer ausgearbeiteten Schutzpaket für die Beschäftigen im Lebensmittelhandel. Die frei werdenden Zeiten durch die kürzeren Öffnungszeiten sollen zum Nachschlichten der Regale genutzt werden.

Die Gewerkschaft hatte bereits vor über einer Woche eine Reduktion der Öffnungszeiten auf 18 Uhr gefordert. Ein Großteil der Beschäftigten sind Frauen, die derzeit aufgrund der Kindergarten- und Schulschließungen noch mehr belastet sind.

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