APA - Austria Presse Agentur

Kämpfe im Sudan: Siebentägige Waffenruhe tritt in Kraft

Im umkämpften Sudan soll an diesem Donnerstag eine siebentägige Waffenruhe in Kraft treten. Darauf hatten sich die Anführer der Regierungstruppen und der mit ihnen rivalisierenden Paramilitärs geeinigt.

Seit Beginn des blutigen Konflikts Mitte April sind bereits wiederholt Waffenruhen von bis zu 72 Stunden ausgehandelt worden, die jedoch immer wieder gebrochen wurden. Eine wirkliche Feuerpause wurde von beiden Seiten faktisch nicht eingehalten.

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Machtkampf im Sudan

Im Sudan trägt De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan mithilfe der Streitkräfte einen Machtkampf gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Dagalo aus, der die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) anführt. Die beiden Generäle hatten die Führung des Landes mit rund 46 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern einst durch gemeinsame Militärcoups übernommen. Wegen Fragen der Machtverteilung kam es aber zum Zerwürfnis zwischen den beiden Lagern, das am 15. April in offene Kämpfe mündete und den Sudan in eine Krise stürzte.