Offizielles Österreich gedenkt der KZ-Opfer in Gusen

Bereits im Vorjahr gedachte man am ehemaligen Appellplatz
Am ehemaligen Appellplatz des KZ Gusen in der Mühlviertler Gemeinde Langenstein gedenkt das offizielle Österreich Donnerstagabend der Opfer der Konzentrationslager.

Im KZ Gusen, einem Nebenlager von Mauthausen, wurden bis zu seiner Befreiung durch die US-Armee am 5. Mai 1945 rund 71.000 Menschen aus fast 30 Nationen gefangen gehalten, 36.000 von ihnen überlebten nicht.

Gedenken in Gusen jahrzehntelang vernachlässigt

Die Häftlinge mussten dort unter enormem Blutzoll eine unterirdische Stollenanlage errichten, in der die Nazis unter dem Decknamen "Bergkristall" eine geheime Rüstungsproduktion betrieben. Das Gedenken in Gusen war jahrzehntelang vernachlässigt worden. Nach heftiger Kritik aus dem In- und Ausland kaufte die Republik im Vorjahr Teile des Areals auf und veranstaltet nun zum zweiten Mal dort eine offizielle Gedenkfeier. Dazu werden neben Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundeskanzler Karl Nehammer (beide ÖVP) und mehreren Vertretern der Bundesregierung auch Botschafter der Opfernationen, der Chef der internationalen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, und der Gusen-Überlebende Stanisław Zalewski erwartet.

Kommentare