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Omikron in Österreich: Mückstein appelliert für Booster-Impfung

In einer Pressekonferenz gab Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein ein Update über die aktuelle Omikron-Lage in Österreich.

"Wir wissen schon vieles über die neue Virusvariante, aber noch nicht genug", sagte Mückstein. Man wisse noch nicht, wie genau der Krankheitsverlauf oder die Ansteckung, die von der Omikron-Variante ausgeht, genau abläuft. Mückstein möchte mit ExpertInnen über weitere Details über Omikron sprechen.

Vor knapp drei Wochen wurde die Omikron-Variante in Südafrika entdeckt. Kurz darauf wurde diese von der Weltgesundheitsorganisation als "besorgniserregend" eingestuft. In Österreich wurden schärfere Regelungen eingeführt, zudem müssen Menschen, die sich mit Omikron anstecken, sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben – auch Genesene und Geimpfte.

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Mückstein plädiert für Booster-Impfung

Der Gesundheitsminister betonte, dass das Virus sich "anpassen" könne und es sehr "schwierig" sei, das Virus dadurch zu bekämpften. Dennoch hätten man bereits einiges über das Coronavirus und die Mutation gelernt.

Laut Mückstein gibt es in Österreich bereits 59 Omikron-Fälle – 49 davon mit PCR bestätigt, zehn wurden sequenziert. Allein sechs Fälle gab es bisher in der Bundeshauptstadt. Mückstein und Experten hatten schlechte, aber auch gute Nachrichten zu der neuen Variante: "Die Daten belegen, dass Omikron tatsächlich ansteckender als Delta ist", sagte der Gesundheitsminister. Allerdings sei bisher nicht klar, ob die neue Variante auch schwerere oder leichtere Krankheitsverläufe mit sich bringt.

Der Politiker betonte, dass es wichtig sei, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und sich mit dem Booster-Shot zu immunisieren. Vor allem vor dem Weihnachtsfest plädiert Mückstein darauf, sich die Auffrischungsimpfung zu holen. "Sie schützen nicht nur sich, sondern auch die Allgemeinheit", betonte Mückstein.

Der Schutz vor schwereren Krankheitsverläufen durch die Impfungen entlastet vor allem auch die Spitäler. Für den Gesundheitsminister ist Abstand halten, Kontakte reduzieren, Hände waschen und Maske tragen weiterhin essenziell – "schauen wir aufeinander", sagte Mückstein.

Booster-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren

Laut Mückstein wird das Nationale Impfgremium (NIG) wird demnächst eine Empfehlung für eine Booster-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren abgeben. Demnach erwartet der Ressortchef die Empfehlung des NIG bereits für morgen, Mittwoch. Bisher gab es das Booster-Angebot nur für über 18-Jährige. Lediglich in Wien wurde die Drittimpfung ab 16 angeboten.

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Mit Booster geimpft: Besser geschützt gegen Omikron

Molekularbiologe Andreas Bergthaler betonte, dass die Wissenschaft "so schnell wie noch nie" auf die neue Variante reagiert hat. Daten aus Großbritannien belegen demnach, dass Dreifach-Geimpfte beziehungsweise Genesene mit zwei Impfdosen einen relativ guten Schutz gegen eine Infektion mit Omikron haben. Menschen mit lediglich zwei Impfdosen sind hingegen kaum gegen diese infektiösere Variante geschützt. Laut Bergthaler ist die Omikron-Variante um ein "vielfaches" infektiöser. 

Laut dem Experten werden die weiteren Omikron-Fälle zunehmen. Man solle vor allem die Einreisetests besser beobachten, zudem solle die Auffrischungsimpfung vorangetrieben werden.