UNO braucht Geld für Millionen Ukraine-Flüchtlinge

UNO feiert 75-jähriges Bestehen
Die UNO will ihre humanitäre Hilfe in der Ukraine weiter aufstocken, braucht dafür aber deutlich mehr Sicherheitsgarantien und Geld.

"Die Vereinten Nationen haben ihre humanitäre Präsenz in der Ukraine ausgebaut. Wir wollen das fortführen", sagte UNO-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Montag per Video dem UNO-Sicherheitsrat in New York. Zuvor hatte UNO-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi gesagt, dass sich die UNO auf bis zu vier Millionen Flüchtlinge einstelle.

Grandi sagte, dass schon 520.000 Menschen aus der Ukraine in umliegende Länder geflüchtet seien, darunter Polen, Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Russland. So einen raschen Anstieg der Flüchtlingszahl habe er selten gesehen, sagte der UNO-Kommissar.

UNO und UNHCR helfen vor Ort

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR werde in der Ukraine bleiben, um die Menschen dort mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Aktivitäten sollen noch ausgebaut werden, auch wenn einige Mitarbeiter wegen der Kämpfe hätten verlegt werden müssen. "Wir wissen aber, dass wir noch nicht einmal an der Oberfläche kratzen, wenn es darum geht, was die Menschen in der Ukraine brauchen." Grandi forderte die internationale Gemeinschaft auf, rasch zu handeln. "Wenn wir das nicht schaffen, könnte es für uns alle zu spät sein."

Griffiths beklagte, dass die Bewegungsfreiheit der Helfer in der Ukraine wegen anhaltender Kämpfe und fehlender Sicherheits-Garantien "ernsthaft eingeschränkt" gewesen sei. "Erst heute Abend hatte ich das Glück, die Anfänge einiger Garantien in dieser Hinsicht zu erhalten. Wir hoffen, dass das Realität wird." Insgesamt seien derzeit 119 humanitäre Organisationen in der Ukraine tätig.

Für die humanitäre Hilfe – sowohl innerhalb der Ukraine als auch für die Flüchtlinge außerhalb – sei auch mehr Geld notwendig. UNO-Generalsekretär António Guterres werde sich deswegen am Dienstag an die internationale Gemeinschaft wenden.

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