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Detox: Worauf du beim "Entgiften" achten solltest - 5 Tipps!

"Detox" ist nach wie vor im Trend. Doch was bedeutet "detoxen", welche Formen gibt es und worauf muss man achten?
Amina Beganovic Amina Beganovic

Der Begriff "Detox" leitet sich vom englischen Wort "Detoxification" ab – soll heißen, man möchte den Körper von den Folgen ungesunder Ernährung oder Schadstoffen reinigen. Auch Alkohol, Rauchen, verschmutzte Luft oder Stress sind Faktoren, die es beim Detoxen zu dezimieren gilt.

Doch was ist Detox genau und wie geht man während einer Detox-Kurs am besten vor? Wir haben 6 nützliche Tipps, wie du am sichersten und entspanntesten fastest.

Was ist Detox überhaupt?

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind Leber, Nieren, Darm, Haut und Lunge. Eine angepasste Ernährungsweise sowie ein paar gezielte Detox-Tage können viel Gutes bewirken, wenn man diese Organe entlasten möchte, oder wenn sie krankheitsbedingt ihre Funktionen nicht mehr vollständig erfüllen können.

Leidet man unter einem sehr fahlen Teint und fühlt sich permanent schlapp und ausgelaugt, könnte das bereits ein Warnzeichen des Körpers sein, dass er ein wenig Hilfe braucht. Aber Achtung, es gilt die Faustregel: Detox ist kein Allheilmittel. Eine Abklärung mit einem/r ÄrztIn sollte bei körperlichen Beschwerden im Zweifelsfalls gemacht werden!

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  • Es langsam angehen

Expert:innen mahnen, in jedem Fall vorsichtig zu bleiben und den Körper mit dem Detoxen nicht überzustrapazieren. Weniger ist mehr, eine kurze Detox-Kur bzw. schrittweise Umstellung auf eine gesündere Ernährung sind in jedem Fall vorzuziehen, radikales "Entschlacken" (etwa durch Einläufe mit Öl oder Darmspülungen) sowie ausgefallene Hungerkuren hingegen sind auf Dauer wenig wirksam und können sogar gefährlich werden.

Will man seinem Körper aber sanft etwas Gutes tun, könnte einer dieser Trends vielleicht den Anstoß dafür geben:

  • Säfte und Smoothies benutzen

Der Klassiker, wenn man an Detox denkt – und auch nicht zu unterschätzen! Man verzichtet hier nämlich komplett auf feste Nahrungsmittel und nimmst stattdessen Wasser, ungesüßte Tees und Säfte aus Obst und Gemüse ein. Aufgrund der dickflüssigen Konsistenz sind besonders Smoothies ziemlich sättigend – man wird bei dieser Kur also nicht "ausgehungert".

Jedoch sollte man hier nicht in die Preisfalle tappen: Es gibt unzählige Anbieter, die für eine Saftkur hohe Summen verlangen. Sparsamer ist es, die Säfte auf Gemüsebasis selbst zu machen.

Länger als drei Tage sollte man so eine Kur übrigens nicht machen, Muskelschwäche und ein Durcheinander im Hormonhaushalt können sonst die Folge sein.

  • Basenfasten

Beim Basenfasten soll der Säure-Basen-Haushalt mittels einer Ernährung aus frischen und basischen Lebensmitteln wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Fleisch, Käse, Weißmehl, Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin und Kaffee werden komplett vom Speiseplan gestrichen. Der Verzicht dieser "säurebildenden" Lebensmittel setzt die "Entgiftung" im Körper in Gang.

Hierbei unbedingt mindestens zwei Liter pro Tag zu trinken – am besten stilles Wasser oder Tee ohne Zucker.

Wer das Basenfasten ausprobieren möchte und dabei Unterstützung braucht, kann zum Beispiel auf ein "Basenbox"-Abo zurückgreifen. Ein/e FahrradkurierIn liefert dir täglich drei basische Bio-Gerichte (Frühstück, Mittag- und Abendessen) für den Folgetag nach Hause. In einem beigelegten Brief kannst du checken, welche Zutaten du zu dir nimmst.

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  • Intervallfasten

Auch das Intervallfasten wird immer mehr zum Trend. Gesundes Abnehmen statt Hungerkur ist hier das Ziel, wobei man zwei Methoden anwenden kann:

  1. 16:8-Methode: Zwischen der letzten Mahlzeit des Vortages und der ersten Mahlzeit des Tages liegen 16 Stunden. In den acht Stunden, in denen man essen darf, werden zwei Mahlzeiten eingenommen.
  2. 5:2-Methode: An fünf Tagen in der Woche wird normal gegessen, an zwei Tagen fast nichts.

Besonders positiv: Beim Intervallfasten wird der Stoffwechsel nicht gedrosselt und keine Muskelmasse abgebaut. Der gefürchtete Jo-Jo-Effekt bleibt somit aus.

  • Verzicht auf Zucker

Es muss aber nicht gleich Saftkur oder Fasten sein. Bewusste Ernährung als Alternative kann schon sehr viel für den Körper tun – besonders längerfristig. Ein gezielter Verzicht auf Industrie-Zucker, mehr Obst, Gemüse und Eiweiß statt Kohlehydrate sowie eine Reduktion von Fleisch und Milchprodukten sind effektive und leicht umsetzbare Schritte für ein gesünderes Körpergefühl und mehr Wohlbefinden.

Auch, wenn es am Anfang vielleicht schwierig ist - gewöhnt man sich erst einmal an die bewusstere Ernährungsform, will man sie irgendwann nicht mehr missen!

  • Foodkur

Willst du dich nicht stundenlang damit befassen, gesunde Rezepte zu suchen und alle Lebensmittel einzukaufen, kannst du auch einfach auf eine Foodkur zurückgreifen. Diese enthält alle Gerichte, die du über den Tag verteilt brauchst – vom Low Carb Porridge zum Frühstück über gesunde Snacks, Säfte und High Protein Shakes für zwischendurch bis hin zu einer veganen Bowl gegen den Hunger. Der mitgelieferte Guide begleitet deine Umstellung in eine dauerhaft gesunde und ausgewogene Ernährung und hält auch Tipps und Rezepte für nach der Foodkur für dich bereit.

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  • Online- und Social Media-Detox

Nicht nur die Ernährung spielt beim Detox eine wichtige Rolle. Auch Stress greift den Körper an und kann große Schäden verursachen. Sprich: Der permante innere Zwang, online zu sein, auf einen Bildschirm starren zu müssen und auf Social Medie Up-to-Date zu bleiben ist auf Dauer schlichtweg ungesund. Und auch, wenn wir das alle schon wissen, verlieren wir nicht selten die Kontrolle darüber.