Turbulenzen beim Fliegen kommen öfter vor

Unsplash/John Mcarthur

Turbulenzen beim Fliegen: TikTokerin beruhigt mit Pudding-Video

Turbulenzen beim Fliegen können einen schon mal nervös machen. Doch was steckt dahinter und was hat die Klimakrise damit zu tun?
Sophie Unger

Personen, die gerne reisen und beruflich bedingt oft fliegen sind in der Vergangenheit bestimmt schon des Öfteren in Turbulenzen geraten. Für Menschen, die an Flugangst leiden, ist das meist eine sehr angespannte Situation. Eine TikTokerin versucht nun, mit einer neuen Erklärung Entwarnung zu geben.

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Was sind Turbulenzen?

Doch zurück zum Anfang. Was sind überhaupt Turbulenzen? Turbulenzen sind Verwirbelungen in der Luft, die meteorologische, oder technische Ursachen haben können. Kommt es in Folge eines Gewitters oder Sturms zu schnell aufsteigender Warmluft und schnell absinkender Kaltluft so entstehen Wirbel  ähnlich wie bei Meereswellen. Aber auch vorausausfliegende Flugzeuge können jene Verwirbelungen hervorrufen. 

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Kann man durch Turbulenzen abstürzen? 

Wie das unter anderem aussehen kann, erklärt die TikTokerin @anna..paull: Sie legte in einen Becher Wackelpudding eine kleine Papierkugel rein, die ein Flugzeug simulieren soll – der Pudding ist die Luft, in der das Flugzeug unterwegs ist. Paull erklärt, dass in der Luft und um das Flugzeug ein konstanter Druck von allen Seiten herrscht. 

Die TikTokerin schlägt anschließend gegen die Götterspeise, um Turbulenzen nachzuahmen, die die Süßspeise zum Wackeln bringen. Dabei sieht man jedoch, dass die Papierkugel (Flugzeug) sich nicht bewegt. "Es sitzt fest, weil der Druck von unten und von den Seiten kommt. Das Flugzeug stürzt nicht gleich ab, nur weil sie wackelt und es gab noch nie einen Flugzeugabsturz aufgrund von Turbulenzen, du brauchst also keine Angst zu haben", sagte Paull weiter, die die Tipps laut eigenen Angaben von einem:einer Pilot:in bekam. 

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Turbulenzen durch Klimakrise?

Und wer sich denkt, dass diese in den letzten Jahren doch recht häufig  vielleicht sogar bei jedem Flug  aufgetreten sind, der liegt gar nicht mal falsch. Denn laut einer neuen Studie haben sich Turbulenzen während des Flugs mehr als verdoppelt. Mitschuld ist auch die Klimakrise. Die britische Studie – durchgeführt von der Universität Reading – hat in den vergangen 40 Jahren die weltweite Flugsituation in Hinblick auf die Klimakrise beobachtet.

Als Richtwert dienten vor allem die beliebtesten Flugrouten, wie etwa jene über den Nordatlantik. Dort steigerten sich die "gravierenden Turbulenzen" teilweise um bis zu 55 Prozent. Während 1979 die durchschnittliche Zeit an schwerwiegenden Turbulenzen 17,5 Stunden betrug, waren es 2020 im Durchschnitt 27,4 Stunden. Bei den "moderaten Turbulenzen" gab es eine Steigerung von bis zu 37 Prozent, während leichte Turbulenzen um rund 17 Prozent häufiger auftreten.

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Was hat die Klimakrise damit zu tun?

Die Wissenschafter:innen vermuten, dass der Anstieg der CO2-Emissionen, welcher ja bekanntlich zu wärmerer Luft führt, die Windscherung innerhalb der Jetstreams (beim Fliegen entstehender Windstrom) verstärkt. Und dieses Phänomen wiederum führt zu einer Verstärkung der Turbulenzen und das nicht nur über dem Nordatlantik, sondern auf der ganzen Welt.