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"Blurred Lines": Wurde Emily Ratajkowski von Robin Thicke begrapscht?

Emily Ratajkowski enthüllte in ihrem neuen Buch, dass sie der Sänger Robin Thicke bei einem Videodreh belästigt haben soll.

Wurde Model Emily Ratajkowski bei den Dreharbeiten zum Musikvideo von "Blurred Lines" belästigt? Die 30-Jährige äußerte Anschuldigungen gegen Sänger Robin Thicke.

In dem Video tanzt Ratajkowski halb nackt neben Robin Thicke, T.I. und Pharrell WIlliams. Der Dreh hat ihr zum Karrieredurchbruch verholfen – doch in ihrem neuen Buch enthüllt sie nun, dass sie am Set begrapscht wurde. 

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Thicke soll Ratajkowski auf die Brüste gegriffen haben

Wie "BBC" berichtet, schreibt Ratajkowski in ihrem Buch "My Body", dass Thicke ihre Brüste berührt haben soll. Der Sänger soll betrunken zum Set gekommen sein.

Dabei habe der 44-Jährige das Model ohne Erlaubnis berührt: "Wie aus dem Nichts spürte ich die Hände eines Fremden, die meine nackten Brüste von hinten umfassten. Instinktiv wich ich zurück und schaute zurück zu Robin Thicke", schilderte Ratajkowski in ihrem Buch. 

Die Videoregisseurin, Diane Martel, sagte gegenüber der "Sunday Times", dass sie sich an den Vorfall erinnern kann. "Ich erinnere mich an den Moment, als er ihr an die Brüste fasste. Er stand hinter ihr", sagte Martel. Laut der Regisseurin habe sich der Musiker später entschuldigt.

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Sexismus-Kritik wegen "Blurred Lines"

Laut "BBC" wurde das Lied 2013 zum Hit – doch das Video und die Lyrics des Songs wurden stark kritisiert. Der Text würde demnach auf Sex ohne Konsens anspielen und auch das Musikvideo wurde von vielen KritikerInnen als sexistisch wahrgenommen. Vor allem weil die weiblichen Models darin als "Objekte" dargestellt wurden. 

In einem Interview mit der "New York Times" im Jahr 2015 sagte Robin Thicke, dass er "niemals einen Song schreiben würde, der einen negativen sexuellen Aspekt" vermittelt. Zudem erklärte er bereits 2013 gegenüber "BBC", dass KritikerInnen sein Lied "einfach nicht verstanden hätten". 

Sänger Pharrell WIlliams gab 2019 zu, dass ihm der Song "peinlich" sei und er erst später realisierte, dass darin Aussagen vorkommen, "die von Männern verwendet werden, die Frauen ausnutzen wollen."

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Ratajkowski sortge sich um Karriere

Emily Ratajkowski erklärte gegenüber "People", dass sie vermute, nicht berühmt geworden zu sein, wenn sie früher über ihre Vorwürfe gegen Robin Thicke gesprochen hätte. "Ich war ein unbekanntes Model und wenn ich mich geäußert oder beschwert hätte, wäre ich heute nicht da, wo ich bin – ich wäre nicht berühmt", sagte die 30-Jährige. 

Sie hoffe, dass ihre Geschichte als Beispiel für andere Frauen oder Models dienen kann, die ähnliche Situationen durchgemacht haben.

Professionelle Hilfe

Wer unter Belästigung oder Missbrauch leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken.

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