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Studie: UserInnen posten gerne Selfies, sind aber auf Social Media davon genervt

Eine neue Studie zeigt, dass UserInnen gerne Selfies auf Instagram & Co. hochladen. Gleichzeitig wünschen sie sich, dass sie weniger Selfies auf Social Media sehen würden.

Machst du auch so gerne Selfies von dir und postest sie anschließend auf Social Media? Nun, damit bist du nicht allein, denn viele UserInnen laden bekanntlich gerne Fotos von sich auf Instagram & Co. Eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zeigt jedoch, dass UserInnen zwar gerne Selfies machen, aber es besser finden würden, wenn sie weniger von diesen Bildern in den Sozialen Medien sehen. 

82 Prozent sind von Selfies genervt

Für die Studie wurden 238 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz über Selfies auf Social Media befragt. Die ProbandInnen sollten vor allem beantworten, wie oft

  • sie Selfies machten, 
  • sie Selfies von FreundInnen erhielten
  • und wie sie sich fühlen, wenn sie Selfies auf Instagram & Co. sehen.

Die Umfrage ergab, dass 77 Prozent der ProbandInnen zugaben, dass sie regelmäßig Selfies posten. 62 bis 67 Prozent der TeilnehmerInnen antworteten, dass das regelmäßige Uploaden der Fotos auch negative Konsequenzen habe. 82 Prozent der Befragten stimmten zu, dass sie es lieber bevorzugen, andere Fotos anstatt Selfies auf Instagram & Co. zu sehen.

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Selbstdarstellung mit Selfies

Studienautorin Sarah Diefenbach, Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität, erklärte, warum sich so viele an dem Selfie-Posting beteiligen: "Ein Grund dafür könnte sein, dass es eine gewisse Selbstdarstellung ist", sagte sie in einer Presseaussendung.

Dabei unterscheidet sie zwei wichtige Motivatoren: "Das Selfie als Selbstwerbung, womit man seine FollowerInnen mit den eigenen positiven Eigenschaften beglückt, oder das Selfie als Akt der Selbstentblößung, bei dem man einen privaten Moment mit dem Rest der Welt teilt und hoffentlich Sympathie erntet."

Es scheint eine gewisse Doppelmoral zu geben, wenn es um die Meinung über die eigenen Selfies im Vergleich zu der über fremde Selfies geht. Menschen neigen dazu, das Posten von eigenen Selfies zu rationalisieren und sie als authentisch sowie gerechtfertigt zu betrachten. Gleichzeitig sehen sie die Selfies von anderen UserInnen als völlig unauthentisch und selbstverliebt.

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"Das könnte erklären, wie jeder Selfies machen kann, ohne sich narzisstisch zu fühlen. Wenn die meisten Menschen so denken, dann ist es kein Wunder, dass die Welt voller Selfies ist", sagt Diefenbach. FunFact: Im Jahr 2013 wurde das Wort "Selfie" in das "Oxford English Dictionary" aufgenommen. 2014 wurden allein auf Android-Geräten 93 Millionen Selfies täglich gemacht.