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Weniger Sex in der Beziehung: Was ist das "Panda-Syndrom"?

Du hast in deiner Beziehung immer weniger Sex? Daran könnte das "Panda-Syndrom" schuld sein!

Besonders in der Pandemie könnte sich das sogenannte "Panda-Syndrom" in unsere Beziehungen einnisten. Man verbringt mehr Zeit zusammen und wird nach einiger Zeit etwas träge. Romantik und Leidenschaft verlaufen sich im Alltagstrott und manchmal bleibt auch das Sexleben auf der Strecke. 

Das "Panda-Syndrom" leitet sich von den Pandabären ab, die laut "National Geographic" nur selten Sex haben, da die Weibchen nur einmal im Jahr für 24 Stunden bis zu drei Tage fruchtbar sind. Wird in dieser Zeit kein Geschlechtsverkehr vollzogen, gibt es auch keinen Nachwuchs in der Welt der Pandas.

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Was ist das "Panda-Syndrom"?

Wer also in einer Langzeit-Beziehung steckt oder den Kopf voll vom Homeoffice-Stress hat, hat vielleicht keine Kraft mehr, sich nach einem langen Tag noch für Sex aufzurappeln. Man wird "träge wie ein Pandabär" und zieht den Netflix-Abend auf der Couch dem Schäferstündchen vor. Das Verlangen wird vielleicht weniger und irgendwann verzichtet man auf die intimen Stunden zu zweit, weil man einfach nicht in Stimmung ist oder der Alltagsstress überhand gewinnt. 

Eine Studie des Dating-Portals "Parship" aus dem Jahr 2017 ergab, dass 28 Prozent der über 700 Befragten regelmäßig zu müde oder träge sind, mit ihren PartnerInnen intim zu werden. Sex-Flauten sind in Beziehungen nicht untypisch, doch was tun, wenn die fehlende Intimität dauerhaft ist? 

Schatz, wir müssen reden

Eines gleich vorweg: Nur weil man weniger miteinander schläft, bedeutet das nicht, dass man sich nicht mehr liebt oder sich auseinandergelebt hat. Dass es im Bett nicht mehr so läuft wie zu Beginn der Beziehung, ist nichts Ungewöhnliches. Laut "NetDoktor" kann der Libidoverlust auch durch psychische Belastungen sowie Erkrankungen wie Depressionen oder Diabetes bedingt sein.

Das Wichtigste ist, dass man mit seinem/-r Partner/Partnerin darüber spricht und sich offen sagt, was man am Sexleben ändern möchte. 

Wie das "Amorelie Magazin" beschreibt, sollte Sex niemals als "Pflichterfüllung" gesehen werden. Geschlechtsverkehr soll zwei Menschen in einer Beziehung verbinden, die sich gerne spüren und so ihre Liebe austauschen. Traut euch Neues auszuprobieren und eure Wünsche zu kommunizieren – so könnt ihr auch im Bett wieder mehr Spaß miteinander haben.

Ganz wichtig: Wie viel Sex ihr miteinander habt, ist ganz allein eure Sache. Ihr wollt dreimal Techtelmechtel die Woche oder seid auch mit dreimal monatlich auch ganz zufrieden – gut so! Wie ihr euer Liebesleben gestaltet, hängt ganz von euch ab. Wenn beide PartnerInnen damit zufrieden sind, steht auch einem erfüllten Liebesleben nichts mehr ihm Weg. 

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Professionelle Hilfe

Wer an Depressionen leidet oder mit schwerwiegenden Problemen in der Beziehung kämpft, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken.