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Diese 7 berühmten Frauen wurden von den Medien furchtbar behandelt

Im Zuge von "Framing Britney Spears" wird die Diskussion um den medialen Umgang mit berühmten Frauen immer lauter.

Derzeit sorgt die “New York Times”-Dokumentation “Framing Britney Spears” für weltweite Aufmerksamkeit für die legendäre Pop-Sängerin und vor allem die Tatsache, wie sie zum Höhepunkt ihrer Karriere von ihrem Umfeld – allen voran Justin Timberlake –, der Öffentlichkeit und den Medien behandelt wurde.

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So wurde das Ende von Britneys Beziehung mit Justin Timberlake beispielsweise zu Britneys Schuld erklärt, während Justin dafür gefeiert wurde, Sex mit Britney gehabt zu haben, und auf ihrem Rücken außerdem den Erfolg seines Songs “Cry Me a River” aufbaute.

Leider ist Britney Spears nicht die einzige berühmte Frau, die von den Medien zum Sündenbock – für was auch immer – gemacht wurde:

Megan Fox

 

REUTERS/HANNIBAL HANSCHKE

In einem Interview im Jahr 2009 erzählte Megan Fox, die durch “Transformers” berühmt wurde, von ihrer ersten Begegnung mit Regisseur Michael Bay. Eigentlich sei angedacht gewesen, dass Megan an einer Bar sitzen solle, das sei jedoch aufgrund ihrer damaligen Minderjährigkeit – Fox war erst 15 – nicht möglich gewesen.

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Also habe Bay sie einfach in einem Bikini unter einen Wasserfall gestellt: “Das beschreibt, wie Michael Bays Kopf funktioniert”, so Fox damals. Später bezeichnete Fox ihn als “verrückt” und verglich ihn mit Napoleon und Hitler.

Michael Bays Crew sprach in den Medien überaus schlecht über Megan Fox – es wurden Vergleiche zu Pornostars gezogen, eine Karriere als solcher wurde ihr damals nahegelegt. Nichts davon sorgte damals für einen Aufschrei. 

Janet Jackson

File Photo: Janet Jackson accepts the Ultimate Icon Award during the 2015 BET Awards in Los Angeles

REUTERS / KEVORK DJANSEZIAN

Nach dem Vorfall, der als “Nipplegate” in die Pop-Geschichte einging, wurde Janet Jackson von der Öffentlichkeit für das Hoppala verantwortlich gemacht – ganz im Gegensatz zu Justin Timberlake. Janet Jackson durfte nach dem Super Bowl nicht bei den Grammys auftreten und ihre Videos wurden nicht mehr auf MTV gezeigt.

Janet Jackson hatte sich erst für das Ganze entschuldigt, in einem Interview mit Oprah erklärte sie jedoch später, warum sie die Entschuldigung bereue: “Es war ein Unfall und mein damaliges Management hielt eine Entschuldigung für wichtig. Bevor ich die Entschuldigung aufnahm, sagte ich: ’Warum entschuldige ich mich für einen Unfall?’”

Paris Hilton

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Als im Jahr 2004 das Sextape “One Night in Paris” ohne die Zustimmung der damals 20-Jährigen veröffentlicht wurde, wurde Paris zum Gespött der Öffentlichkeit. Sie musste damals offenes Slutshaming und geschmacklose Witze ohne Ende ertragen – in einem Interview sagte Paris, dass sie denke, die Reaktionen würden heutzutage völlig anders ausfallen. “Damals haben die Leute so getan, als wäre ich die Böse. Wenn das Ganze heute passieren würde, wäre die Person, die dafür verantwortlich ist, der Böse”, so Hilton.

Jennifer Aniston und Angelina Jolie

Nach der Trennung von Jennifer Aniston und Brad Pitt wurde Aniston von den Medien dafür verflucht, ihren Mann nicht “gehalten zu haben”, während Angelina dafür gehasst wurde, dass sie Jennifer Brad “weggeschnappt” habe. Mit diesen beiden Narrativen wurden jahrelang Schlagzeilen gefüllt.

Meghan Markle

Ab dem Moment, als Meghan Markle auf der royalen Bildfläche auftauchte, ließ die britische Presse kein gutes Haar an der früheren “Suits”-Darstellerin. Sie wurde für jede Kleinigkeit öffentlichkeitswirksam kritisiert, die ihre Schwägerin Kate Middleton absolut unbemerkt tun konnte.

REUTERS/TOBY MELVILLE

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Auch das Wording in Hinblick auf Harrys und Meghans Rückzug aus dem royalen Leben spricht Bände: Der Begriff “Megxit” legt den gesamten Fokus auf Meghans vermeintlichen Einfluss, während Harry nur eine Nebenrolle spielt.

Serena Williams

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APA/AFP/WILLIAM WEST / WILLIAM WEST

Die unfaire Darstellung von Serena Williams in den Medien wurde in der Vergangenheit immer wieder thematisiert: Attribute wie “zu ehrgeizig”, die man im Zusammenhang mit männlichen Sportlern selten hört, stehen in Bezug auf Serena Williams an der Tagesordnung. Im Jahr 2018 wurde Williams, die auch oftmals als “zu unweiblich” dargestellt wird, in einer “Sun”-Karikatur sexistisch und rassistisch beleidigt – ihre großen sportlichen Erfolge schienen dabei unwichtig.