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Laserluca veröffentlicht emotionales Video: "Bin in Therapie"

Der 26-jährige YouTuber veröffentlichte ein Video, in dem er erstmals über seine "narzisstischen Züge" spricht.

YouTube-Star Laserluca hat knapp fünf Millionen AbonenntInnen auf der Plattform. Mit seiner Freundin Payton Ramolla postet der Influencer regelmäßig Vlogs. Nun veröffentlichte Luca Tilo Scharpenberg, wie der YouTuber mit bürgerlichem Namen heißt, ein überaus emotionales Video, in dem er über seine psychische Gesundheit spricht. 

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Laserluca befindet sich in Therapie

"Das ist mit Abstand das wichtigste Video, was ich auf YouTube je hochgeladen hab", beginnt der Content Creator. Laserluca erklärt weiter, dass er schon seit elf Jahren in der YouTube-Szene aktiv sei und in dieser Zeit über 4.000 Videos gepostet habe.

Bereits vor einigen Jahren hatte der 26-Jährige offenbart, dass er unter Panikattacken leiden würde. Nun möchte er seinen Fans ein weiteres Update zu seinem Gesundheitszustand geben. Laserluca erklärt in seinem knapp zehn Minuten langen Video, dass ihn die Menschen häufig als "lustig-dummen Trottel" auf Social Media oder Veranstaltungen sehen würden, der "perfekt" wäre. Das sei jedoch nicht so.

"Ich bin ein ziemlich schlechter Mensch", so der YouTuber, der das Video jedoch nicht hochgeladen habe, um "Mitleid" zu erregen. Er würde sich auch nicht über seinen Beruf beschweren, sondern gehe es ihm viel mehr um die Tatsache, dass er in der Vergangenheit "viele Fehler" gemacht habe. "Wenn ihr dieses Video seht, bin ich bereits in Therapie", erklärt Scharpenberg, der vor laufender Kamera mit den Tränen kämpft. "(...) Es geht mir darum, dass ich wirklich ein arroganter Wichser bin." 

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"Narzisstische Züge"

Weiters offenbart der YouTuber, er leide an "narzisstischen Zügen", die er besiegen müsse. "Ich hab häufig auf Gefühle geschissen", gibt der 26-Jährige zu. Demnach sei er stets der Meinung gewesen, er würde alles besser wissen und seine Meinung mehr zählen als die seiner Mitmenschen. Über Probleme hätte er generell nie gesprochen, weil er seine Familie oder FreundInnen damit "nicht belasten" wollte. 

Scharpenberg war bereits in der Vergangenheit bei einem Therapeuten, hätte die Behandlung aber nach kurzer Zeit wieder abgebrochen. Er wolle nun in nächster Zeit an sich arbeiten, weil er das Gefühl habe, dass er seinen Mitmenschen nicht so gut tut, wie er bisher dachte. Laserluca erklärt weiter, dass sich seine Fans nun auf weniger Content einstellen sollten: "Ihr seid mir über die Jahre echt ans Herz gewachsen(...) Danke, dass es euch gibt", so der YouTuber abschließend. 

Auch auf Instagram bedankte sich Laserluca für den großen Zuspruch seiner Fans sowie von Familie und FreundInnen: "Ich kann nicht in Worte fassen, wie viel mir das bedeutet", schrieb der YouTuber in seine Story. 

laserluca/instagram

Wer Selbstmordgedanken hat oder an Depressionen leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken. www.suizid-praevention.gv.at

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