Hugh Hefner mit seinen Bunnys

EPA/Glenn Pinkerton/LVNB / HANDOUT

"Teufelskind": Playmate offenbart Abtreibung von Hugh Hefners Baby

Ein Ex-Playmate spricht von einer geheimen Abtreibung, die sie mit 19 durchführen ließ. Das Baby sei von Hugh Hefner gewesen.

Triggerwarnung: In diesem Beitrag geht es um Abtreibung und sexuelle Übergriffe.

Wöchentlich kommen neue Enthüllungen rund um den 2017 verstorbenen Playboy-Gründer Hugh Hefner ans Tageslicht. Im Zuge der neuen Dokureihe "Secrets of Playboy" werden immer wieder schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. Viele ehemalige Playmates, die in der Playboy Mansion in Los Angeles lebten, hätten unter Hugh Hefner gelitten, heißt es.

Die meisten von ihnen waren sehr jung, als sie in der Villa lebten. So auch die Shannon-Zwillinge Karissa und Kristina, die im Alter von 18 Jahren in die Playboy Mansion einzogen.

Die beiden erheben schwere Vorwürfe gegen Hugh Hefner: Karissa Shannon berichtet, sie habe ein Kind des Playboy-Gründers abgetrieben. Der damals 83-Jährige soll die Frauen mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und zum ungeschützten Gruppensex gedrängt haben.

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Die heute 32-jährigen Zwillinge sprachen mit der britischen Zeitung "Mirror" über die Vorfälle. Mit 19 sei Karissa Shannon ungewollt schwanger geworden. Erfahren habe sie von der Schwangerschaft bei einer Untersuchung im Zuge einer Brustvergrößerung, die ihr Hugh Hefner finanzieren wollte.

"Ich hatte mit niemand anderem Sex, also kann es nur sein Baby gewesen sein", so Karissa Shannon. Sie habe sich gefühlt, "als würde sie das Kind des Teufels austragen".

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Hugh Hefner von Abtreibung nicht in Kenntnis gesetzt

Schließlich entschied sich die Teenagerin damals zu einer Abtreibung: "Ich wollte es einfach so schnell wie möglich loswerden", erinnert sie sich. Hugh Hefner soll nichts von der Abtreibung gewusst haben.

Lediglich ihre Zwillingsschwester Kristina habe sie von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt. Die junge Frau habe sich "geschämt", vom damals 83-Jährigen schwanger zu sein und sich vor ihrem eigenen Körper "geekelt", berichtet Shannon.

"Ich habe eine Klinik in L.A. gefunden. Ich habe Hefs Sicherheitsleute dazu gebracht, uns am Einkaufszentrum abzusetzen und wir taten so, als würden wir einkaufen gehen. Ich habe dann meinen Freund angerufen, der uns abholen sollte. So konnten wir es geheim halten", wird Karissa Shannon in dem Artikel zitiert.

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Frauen litten an Depressionen

Die beiden Zwillingsschwestern sprechen von Hugh Hefner als Mann "mit einer schwarzen Seele". Ihr Aufenthalt in der Playboy Mansion habe Depressionen bei ihnen ausgelöst.

Als der Playboy-Mogul im Alter von 91 Jahren starb, hatten sie gemischte Gefühle: "Als Hef starb, war ein Teil von uns traurig, aber ein anderer Teil sagte: 'Okay, gut, keine weiteren Mädchen werden mehr so ​​behandelt und ruiniert wie wir'", so Kristina Shannon. "Ich dachte, Playboy wäre eine große Familie – jetzt weiß ich, es war nur ein Kult."

Wenn die Bewohnerinnen der Playboy Mansion Hefners Regeln missachteten, hätten sie die Wachen in ihr Zimmer "gezerrt" und dort festgehalten, heißt es. "Er bot dir die Welt an und hielt dich dann in seinem Haus gefangen, das wie ein goldenes Gefängnis war", so Kristina Shannon.

Die Zwillinge planen laut "Mirror" nun, das Playboy-Imperium zu verklagen. 

Professionelle Hilfe

Falls dir oder einer Person in deinem Umfeld Gewalt widerfährt, dann rede mit einer Vertrauensperson in deiner Nähe darüber oder wende dich an ExpertInnen sowie Beratungsstellen: