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Shuffles: Was kann die neue App aus dem Hause Pinterest?

Eine App aus dem Hause Pinterest versucht, die jüngere Generation mit Collage-Moodboards abzuholen.

Vergesst statische Pinterest-Boards, die Zukunft ist hier – Pinterests neue App ermöglicht seit August das Erstellen von Boards im Video-Collage-Stil. Die App ist jedoch noch nicht öffentlich zugänglich, braucht man doch eine Einladung dafür à la Clubhouse.

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Pinterests neuer Erfolg

Seit August ist die App verfügbar und schlägt hohe Wellen auf Social Media. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn Shuffles bietet, was die jüngere Generation an Pinterest vermisst: den Austausch verschiedener Profile untereinander. Shuffles konzentriert sich auf das Erstellen von Bewegtbild-Collagen, welche nach dem Teilen von anderen NutzerInnen gesehen, gelikt oder auch "reshuffled" werden können. Ähnlich wie bei TikTok gibt es eine "For You"-Page, welcher ein Algorithmus zugrunde liegt.

Tumblr-Nostalgie

Erste Kreationen der BenutzerInnen erinnern stark an den Content der goldenen Tumblr-Ära anno 2014. Kein Wunder also, dass die App-Einladungen gerade in Kreisen der Generation Z gefragt sind. Der Unterschied ist, dass heute eben technische Möglichkeiten der Kreativität mehr Freiheit geben, als beispielsweise nur Lyrics von den Arctic Monkeys oder The 1975 bedeutsam auf Bildern von Sonnenuntergängen zu platzieren. Die App erleichtert das Editieren ungemein, durch automatisches Erkennen und Ausschneiden der gewünschten Bildelemente ist in wenigen Minuten ein neues Board kreiert.

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Ausdruck statt Kommunikation

Die neue App zielt scheinbar auf eine jüngere Zielgruppe ab, deren Hauptgrund für die Nutzung von Social Media nicht mehr die Kommunikation, sondern der persönliche Ausdruck ist. Im Fokus von "Shuffles" liegt nicht das Teilen von Urlaubsfotos und Co., sondern eher der Anspruch, sich auf digitale Weise auszudrücken und vielleicht auch künstlerisch zu versuchen.

Spaß an Social

Durch das spaßige Konzept der App fällt der Popularitätscontest, den man üblicherweise auf Instagram, TikTok und Co. verfolgen kann, weg. Auf Shuffles folgt man anderen Personen nicht aufgrund ihres besonderen Contents, sondern, ähnlich wie bei BeReal, weil man wissen möchte, was die eigenen Freundinnen und Freunde momentan so beschäftigt.

So ist die App noch neu, verzeichnet jedoch aktuell in den USA große Erfolge, während sie noch in der Entwicklung ist, berichtet etwa techcrunch.com. Sollte das Team dahinter die Vorschläge der NutzerInnen beherzigen und die bisherige Linie fortführen, kann man hier vielleicht sogar vom "nächsten großen Ding" sprechen. Bleibt abzuwarten, ob und wann "Shuffles" einen Hype auch hierzulande auslösen wird.