Bestätigung von anderen: 5 Tipps gegen die Sucht nach Anerkennung

Bestätigung von anderen: 5 Tipps gegen die Sucht nach Anerkennung
Brauchst du andauernd die Bestätigung von anderen Menschen? Diese 5 Tipps könnten dir dabei helfen, die Sucht nach Anerkennung zu zähmen.

Von unserem Umfeld bestätigt zu werden kann unglaublich guttun. Wir fühlen uns stolz und sind uns dadurch in manchen Fällen sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Doch was passiert, wenn wir ohne die Bestätigung von anderen Menschen nicht mehr auskommen? Wenn das Streben nach Anerkennung durch das Umfeld zu einem Bedürfnis wird, kann dies schnell problematisch sein. 

Wir stecken plötzlich in einer Vertrauenskrise, denn wenn wir all unsere Entscheidungen von den Meinungen anderer Menschen abhängig machen, leidet auch unsere Selbstständigkeit darunter. 

Diese fünf Tipps können dabei helfen, damit aufzuhören, nach Bestätigung oder Lob von anderen Menschen zu streben. 

Erkenne das Problem 

Die Psychologin Becky Spielman erklärte gegenüber der britischen Zeitung "Metro", dass man sich vor allem eingestehen muss, dass man ein Problem hat. "Mache dir bewusst, dass du ständig die Bestätigung von anderen Menschen suchst und überlege, woher das kommen könnte. Wo wurde dieses Bedürfnis in deinem Leben nicht gestillt?", sagte die Expertin. 

Berücksichtige dabei vor allem frühe Lebenserfahrungen und Beziehungen zu Familienmitgliedern, denn hier liegt oftmals der Ursprung des Selbstwertgefühls. Wenn du dir bewusst bist, dass du die Anerkennung von deinem Umfeld suchst, erkennst du auch schneller, wann du diese Bestätigung brauchst. So kannst du dieses Verhalten auch besser einschränken. 

Verhaltensweisen ablegen: Wie suchst du nach Anerkennung?

Spielman betonte, dass man genau beobachten sollte, auf welche Art und Weise man die positive Zustimmung sucht. Postest du regelmäßig Beiträge auf Social Media, nur um fremden Menschen ein Kompliment zu entlocken? Dann könnte dies schon der erste Indikator dafür sein, dass du nach Lob fischt.

Wie die Expertin betonte, ist diese Art von Bestätigung nur sehr kurzlebig: "Für kurze Zeit fühlst du dich vielleicht gut, weil du die Bestätigung von anderen Menschen erhalten hast. Dies ist jedoch nur ein kurzfristiger Selbstvertrauensschub und nicht etwas, was dein Selbstwertgefühl auf Dauer stärkt."

Booste dein Selbstwertgefühl 

Die Suche nach Anerkennung durch andere ist ein deutliches Zeichen dafür, dass du zu wenig Selbstbewusstsein hast. Das ist also einer der wichtigsten Punkte, die man in Angriff nehmen sollte. "Die einzige Möglichkeit, dein Selbstwertgefühl dauerhaft zu stärken, besteht darin, dein Leben so zu leben, sodass du stolz auf deine Taten sein kannst", sagte Spielman.

Vor allem solltest du auch darauf achten, wie du dich von deinem Umfeld behandeln lässt und wen du in dein Leben lässt. Wenn du nur Personen um dich hast, die dich an dir selbst zweifeln lassen, dann könnten diese ebenfalls zur Sucht nach Anerkennung beitragen. 

Reflektiere deinen bisherigen Bildungs- und Karriereweg und sieh ein, dass du deinen Erfolg hart erarbeitet hast. Deine Errungenschaften kann dir niemand nehmen, denn diese hast du in den meisten Fällen ganz allein geschafft! Diese Erkenntnis kann dir dabei helfen, dein Selbstwertgefühl zu boosten. 

Sich täglich motivierende Aussagen einzuprägen, kann dir ebenfalls dabei helfen, selbstbewusster zu werden. Starte deinen Tag mit einemn positiven Self-Talk – dazu hat YouTuberin Mady Morrison ein Video zusammengefasst: 

Wichtig: All diese Dinge können dazu beitragen, dass du dich selbstsicherer fühlst. Das bedeutet jedoch nicht, dass du keine Komplimente mehr annehmen darfst! Der Trick ist, nicht effektiv danach zu "fischen". Komplimente kommen meist dann, wenn wir sie am wenigsten erwarten.

Frage dich selbst, was du von deinen Entscheidungen hältst

Weißt du, wen du bei wichtigen Entscheidungen als Erstes fragen solltest? DICH SELBST. Anstatt andere Menschen zu fragen, ob sie deine Entscheidung, deinen Job zu wechseln oder deine toxische Beziehung zu beenden, gut finden, solltest du dir diese Fragen selbst stellen. 

Man gewöhnt sich schnell daran, zuerst FreundInnen und Familienmitglieder nach ihrer Meinung zu fragen – dabei solltest du selbst deine erste Anlaufstelle bei solchen Dingen sein. "Niemand weiß so gut wie du selbst, was in deinem Leben vor sich geht, also schaue lieber in dich hinein und überlege, was du für richtig hältst", erklärte die Mentorin Natalie Trice. 

"Es ist völlig in Ordnung, Dinge mit einem/einer FreundIn zu besprechen, aber wenn du anfängst, an dich selbst zu glauben und deinen Instinkten zu vertrauen, wirst du nicht nur glücklicher sein, sondern kannst dadurch auch mutigere Entscheidungen treffen, die für dich richtig sind", sagte die Expertin weiter. 

Sag Bye, Bye zu Social Media

Wie Trice gegenüber "Metro" erklärte, kann Social Media eine richtige Brutstätte für Selbstzweifel sein. Ein Bild aus seinem Leben zu posten, nur um Likes zu bekommen, ist der Inbegriff der Suche nach Anerkennung. 

Laut der Expertin kann es ganz hilfreich sein, den sozialen Medien für eine Zeit lang den Rücken zu kehren oder zumindest die Gründe für das Hochladen bestimmter Beiträge zu überdenken. 

"Hör auf, die sozialen Medien zu nutzen, um dich selbstbewusster zu fühlen", mahnte Trice. Denn Likes und Kommentare können zwar dein Selbstwertgefühl boosten, aber auch dazu beitragen, dass man nicht mehr in der Lage ist, sich selbst aufzubauen. 

"Wenn man sich andauernd auf das Lob von fremden Menschen verlässt, um sich gut zu fühlen, wirst du ohne diese Bestätigung nie wieder ein High spüren", warnte die Mentorin. Besonders auf Social Media sollte man darauf achten, Beiträge nicht nur zu posten, um Anerkennung zu generieren. "Diese Bestätigung muss von einem selbst kommen, alles darüber hinaus ist ein Bonus", sagte Trice. 

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